Die erste Zeitung stammt aus Deutschland
Die weltweit auflagenstärkste Zeitung kommt aus Japan

Die weltweit auflagenstärkste Zeitung kommt aus Japan. Sie heißt„Yomiuri Shimbun“. Täglich werden von ihr rund 14 Millionen Exemplare auf den Markt gebracht. Das 131 Jahre alte Blatt profitiert vor allem von Sensationsberichten.

HB TOKIO. Ihren Namen erhielt sie nach einem Vorgängerblatt, das noch in Holzschnitt- Technik gedruckt wurde und „Yomiuri Kawaraban“ hieß. Dabei bedeutet Yomiuri „verkaufen durch lesen“, Kawaraban bezeichnet die Herstellungstechnik, und Shimbun heißt Zeitung.

Der Zeitungsverlag Nisshusha brachte die erste Ausgabe der Zeitung am 2. November 1874 in einer Auflage von gerade einmal 200 Exemplaren auf den Markt. Nach wechselhafter Geschichte stand „Yomiuri Shimbun“ in den frühen 1920er Jahren kurz vor dem Konkurs. Matsutaro Shoriki, ein ehemaliger hochrangiger Polizeioffizier, kaufte den Verlag im Jahr 1924 und steigerte die Auflage mit innovativen Ideen, wie die japanische Enzyklopädie Kodansha resümiert.

Zu den von Shoriki eingeführten Neuerungen gehörten groß aufgemachte Sensationsberichte, eine eigene Radioprogrammseite und Einladungen an amerikanische Baseballteams zu einem Japan-Besuch. Der Verleger gründete 1934 sogar Japans erste professionelle Baseballmannschaft, die „Yomiuri Giants“, die seitdem das populärste Team im Lande sind.

„Yomiuri Shimbun“ gilt als konservatives Blatt, dem Kritiker eine zu große Regierungsnähe vorhalten. Die Zeitung kooperiert mit mehreren Nachrichtenagenturen sowie der „Washington Post“ und der „Daily Mail“. Außer der Tageszeitung gibt der Verlag eine englischsprachige Zeitung, eine Sportzeitung sowie Bücher heraus.

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