Die Japaner und ihre US-Partner geben fast fünf Milliarden Dollar aus
Sony kauft Filmstudio MGM

Ein Konsortium unter Führung von Sony hat das Hollywood-Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) für umgerechnet 2,5 Mrd. Euro gekauft. Der japanische Unterhaltungselektronik-Riese stach Mitbieter Time Warner aus.

HB NEW YORK. Sony bestätigte am Montagabend den Kauf. Die Transaktion hat einen Wert von rund fünf Milliard Dollar: Zum Kaufpreis von fast drei Milliarden Dollar (zwölf Dollar je Aktie) kommen Altschulden von MGM in Höhe von 1,9 Milliarden Dollar. Der Medienkonzern Time Warner war bereit gewesen, 4,6 Milliarden Dollar zu investieren.

Neben der Sony-Tochter Sony Corporation of America gehören zu der Käufergruppe die großen US-Investmentfirmen Providence Equity Partners Inc., Texas Pacific Group und DLJ Merchant Banking Partners. MGM wurde mehrheitlich von dem legendären amerikanischen Multimilliardär Kirk Kerkorian kontrolliert, der das Filmstudio in den vergangenen Jahrzehnten drei mal gekauft und wieder abgestoßen hatte. Kronjuwel von MGM ist die Filmbibliothek mit mehr als 4000 Filmen. Dazu zählen die James-Bond- und Rocky-Streifen.

Nachdem Sony sein Angebot von 11,25 auf 12 Dollar je Aktie erhöht hatte, zog sich Time Warner aus dem Bieterrennen zurück. Obwohl MGM immer noch als Vermögenswert angesehen werde, habe sich Time Warner entschieden, von dem Gebot Abstand zu nehmen, erklärte Dick Parsons, Chairman und CEO bei Time Warner am Montag in einer Pressemitteilung. Über den Preis sei keine Einigung erzielt worden, begründete Time Warner den Rückzug. Man habe den Aktionären versprochen, jede potenzielle Akquisition mit strikter finanzieller Disziplin anzugehen.

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