Nun versucht Yahoo sich mit AOL zu retten. Ein guter Zug?
Yahoo und AOL versuchen die Online-Strategie wiederzufinden, die sie verloren haben. Werden sie besser zusammen sein, als allein? Das hängt davon ab, wer sie führt und wer eine Strategie vorlegt. Offensichtlich haben die Amtsinhaber in beiden Unternehmen versagt. Nun wäre eine Führung nötig, die die neue Architektur der Medienwelt versteht. Ich bin mir nicht sicher, ob die beiden eine solche Person finden. Die beiden verfehlten Strategien und unterschiedlichen Kulturen zusammenzunageln, damit etwas Neues daraus wird, ist eine undankbare Aufgabe.
Was steckt nach Ihrer Meinung denn hinter dem Interesse von News Corp.?
News Corp. ist sehr schlau. Das Unternehmen versucht Risiken bei Myspace abzuwälzen. Viele Leute haben den Kauf von Myspace anfangs belacht. Er stellte sich aber als sehr klug heraus, wie viele Züge Murdochs, die zunächst belächelt werden. Myspace ist viel wert, aber seine Strategie ist irgendwie unklar, während Facebook – und noch mehr neue Plattformen wie Twitter – den Markt aufräumen und eine engere Beziehung zu ihren Mitgliedern entwickeln. Wenn Murdoch also Wert aus Myspace ziehen kann, und das am derzeitigen Höhepunkt, wird er froh sein.
Wie wird denn die Schlacht um Yahoo enden?
Ich denke, am Ende könnte Microsoft noch immer gewinnen, weil sie die einzigen sind, die ein Premium zahlen wollen. Time Warner ist ein wenig verzweifelt beim Versuch AOL loszuwerden, aber sie werden den Wert des Unternehmens nicht zu niedrig ansetzen, nachdem sie ihn einst zu hoch taxierten. News Corp. hat schon einmal gezeigt, dass sie kein Premium zahlen wollen.
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