„Digital Lifestyle“-Anbieter
Freenet baut Apple-Händler Gravis um

Der Mobilfunkanbieter Freenet öffnet die Filiale seiner Neuerwerbung Gravis. Bald sollen neben Apple-Geräten auch Produkte anderer Elektronik-Hersteller in die Regale kommen. Den Anfang macht Sony.
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DüsseldorfEin halbes Jahr nach dem Kauf des Apple-Händlers Gravis baut der Hamburger Mobilfunkanbieter Freenet seine Neuerwerbung zum zweiten Standbein neben dem Telefongeschäft aus. Gravis soll künftig auch die Geräte anderer großer Elektronik-Hersteller anbieten, die sich mit den Apple-Produkten zu einer Infotainmelt-Welt verbinden lassen. Den Anfang macht Sony, andere sollen schon bald folgen. „Unser Ziel ist es, dass Kunden in drei Jahren in den Gravis-Läden alle großen relevanten Eco-Systeme finden“, sagte Freenet-Chef Christoph Vilanek in einem Gespräch mit dem Handelsblatt.

Schon seit geraumer Zeit verfolgt Vilanek den Plan, den Hamburger Mobilfunker in einen „Digital-Lifestyle-Anbieter“ zu verwandeln. Bislang verkauft Freenet in seinen 550 eigenen Mobilcom-Debitel-Shops schon Strom- und Kabelverträge oder eine Heizungssteuerung per Smartphone. Mit diesem zweiten Standbein will Vilanek den schleichenden Umsatzverlust aus dem Mobilfunk-Geschäft kompensieren.

„Es reicht nicht mehr, nur noch Simkarten-Verteiler zu sein“, sagt der Freenet-Chef. Wie alle Mobilfunkanbieter leidet Freenet und dessen wichtigste Marke Mobilcom-Debitel unter dem starken Konkurrenzdruck und der harten Regulierung mit sinkenden Roaming- und Terminierungsentgelten.

Im künftigen Segment will Vilanek pro Jahr deutlich zweistellig wachsen, mögliche Zukäufe ausgenommen. Für dieses Jahr plant der Freenet-Chef einen Umsatz von deutlich über 200 Millionen Euro aus den Geschäften von Gravis und dem Verkauf von Zubehör und Apple-Geräten ein. 2012 erzielte Freenet einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro.

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