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RTL-Gruppe greift Internet-Konkurrenz an

Die RTL-Gruppe will nicht nur im Fernsehmarkt große Stücke vom Kuchen haben, sondern auch im Internet. Dort will der Chef von Europas größtem TV-Konzern, Gerhard Zeiler, der Internet-Konkurrenz nicht das künftige Geschäft überlassen.

HB HAMBURG. „In fast allen Ländern experimentieren wir mit Video-on-Demand, dem Herunterladen von Programmen. Wir bauen eigene Digitalkanäle auf und testen Möglichkeiten, unsere Programminhalte aufs Handy zu bringen. Und wir versuchen, auch bei den Online- Communitys einen Fuß in die Tür zu bekommen“, sagte Zeiler in einem Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“.

Die neuen Vertriebswege eröffneten dem Konzern Chancen, seine Programme zu verbreiten: „Die Leute wollen unsere Produkte doch trotzdem haben, wenn auch vielleicht auf anderem Weg“, meinte Zeiler. Zugleich warnte er vor überzogenen Hoffnungen: „Technologie allein erzeugt noch keine Revolution“, sagte er in dem Gespräch. Er hätte auch „niemals YouTube für so viel Geld gekauft“ wie der Medienriese Rupert Murdoch. Lieber wolle sein Konzern „in Inhalte und unsere Marken wie RTL, M6 oder „Deutschland sucht den Superstar“ investieren“. Zeiler wollte zwar keine großen Zukäufe ausschließen, aber: „Es muss sich eben die richtige Gelegenheit ergeben.“

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