Digitalisierung Cisco will 500 Millionen Dollar investieren

Sicherheit, Cloud Computing und das Internet der Dinge: Der IT-Ausrüster Cisco setzt auf die Digitalisierung der deutschen Unternehmen. Dafür gibt das amerikanische Unternehmen 500 Millionen Dollar aus.
Das Logo des amerikanischen IT-Ausrüsters. Quelle: Reuters
Cisco will ausbauen

Das Logo des amerikanischen IT-Ausrüsters.

(Foto: Reuters)

BerlinDer IT-Ausrüster Cisco will zusätzlich zu laufenden Programmen in Deutschland 500 Millionen Dollar für die Digitalisierung in Unternehmen investieren. Die Zeit zu handeln sei jetzt, sagte Cisco-Chef Chuck Robbins am Dienstag. Unternehmen fragten sich im Zuge der Digitalisierung nicht mehr, wie sie Technologie einsetzen sollten, sondern wie Technologie ihre Unternehmensstrategie definieren werde.

Mit dem Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel für den Prozess der Digitalisierung sei Deutschland bereits in einer guten Position, sagte Robbins. Die am Dienstag gestartete Initiative solle ein erster Anfang sein.

Das Geld solle über drei Jahre investiert werden. Der Plan sei Teil einer globalen Strategie, sagte Oliver Tuszik, Chef von Cisco Deutschland. Ähnliche Projekte liefen bereits in Großbritannien, Frankreich und Italien. Cisco erhoffe sich davon, die Geschwindigkeit bei der Digitalisierung zu erhöhen. Es gelte, enormes Potenzial zu heben. „Jetzt kommt es darauf an, Tempo zu machen und erfolgreich zu sein.“

Gemeinsam mit Partner-Unternehmen solle dabei auch eine Innovationswerkstatt für den Mittelstand gegründet werden. Mittelständische Firmen hätten die Notwendigkeit Digitalisierung, Vernetzung oder der intelligenten Nutzung von Daten zwar erkannt, sagte Tuszik. Manche erfolgreiche Unternehmen täten sich jedoch manchmal schwer, nötige Veränderungen einzuleiten.

Einen Schwerpunkt setzt Cisco auf Bildung und Weiterbildung. „Wir wollen dazu beitragen, dass die deutsche Industrie langfristig international wettbewerbsfähig bleibt“, sagte Tuszik. „Hierzu müssen wir auch die Menschen mitnehmen, denn Digitalisierung betrifft die gesamte Gesellschaft.“ Vielfach fehle es auch gut ausgebildeten Mitarbeitern an Fachwissen, Mut zur Innovation sowie Geschwindigkeit. Digitale Kompetenzen sollen dabei auch Menschen in kleinen und mittleren Unternehmen vermittelt werden, die keine IT-Berufe ausüben.

Die 10 führenden IT-Dienstleister Deutschlands
Platz 10: Dimension Data
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Auf dem zehnten Platz landet Dimension Data (unser Bild zeigt die Firmenbroschüre) mit einem Umsatz von 440 Millionen Euro (2013: 224 Millionen). Die Zentrale des globalen Unternehmens liegt im südafrikanischem Johannesburg, in Deutschland ist Bad Homburg der Hauptstandort.

Das Managementberatungs-Unternehmen Lünendonk hat die zehn führenden IT-Service-Unternehmen in Deutschland zusammengestellt. Dazu hat es den Umsatz von mehreren Branchenvertretern im Jahr 2014 verglichen.

Platz 9: BWI Informationstechnik
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Auf Rang neun liegt die BWI Informationstechnik mit 643 Millionen Euro Umsatz (2013: 642 Millionen). Die Gesellschaft mit Rechtsform GmbH wurde im Jahr 2006 von Bundeswehr (49,9 Prozent Anteil), Siemens (50,05 Prozent) und IBM (0,05 Prozent) gegründet, um die nichtmilitärische Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr zu betrieben und zu modernisieren. Die BWI hat ihren Firmenhauptsitz in Meckenheim (Bild).

Platz 8: Fiducia
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Die Fiducia besetzt mit einem Erlös von 734 Millionen Euro den achten Rang (2013: 733 Millionen). Das Kerngeschäft der 1924 gegründeten Aktiengesellschaft sind IT-Dienstleistungen für Volksbanken und Raiffeisenbanken. Unter anderem betreibt die Fiducia ein Hochsicherheits-Rechenzentrum im Raum Karlsruhe (Bild).

Platz 7: GAD eG
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Auf Platz sieben liegt die GAD eG mit einem Umsatz von knapp 774 Millionen Euro (2013: 761 Millionen). In IT-Fragen betreut sie Volks- und Raiffeisenbanken, Zentralinstitute sowie weitere Unternehmen in der genossenschaftlichen FinanzGruppe, etwa Schwäbisch Hall, Union Investment und R+V. Ihren Firmensitz hat die eingetragene Genossenschaft in Münster (Bild).

Platz 6: Atos
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Auf Rang sechs landet Atos (unser Bild zeigt die Homepage des Unternehmens) mit einem Erlös von 992 Millionen Euro (2013: 1,1 Milliarden). Die als Societas Europae registrierte Firma bedient unter anderem Kunden aus den Bereichen Verteidigung, Finanzdienstleistungen, produzierendes Gewerbe und Medien.

Platz 5: HP
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Hewlett Packard Deutschland Services erwirtschaftete 1,34 Milliarden Euro, das entspricht dem fünften Rang (2013: 1,37 Milliarden). Die Zentrale der US-Firma liegt im kalifornischen Palo Alto (Bild), die deutsche Hauptniederlassung befindet sich in Böblingen.

Platz 4: Computacenter
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Computacenter belegt mit einem Erlös von 1,45 Milliarden Euro Platz vier (2013: 1,5 Milliarden). Das Unternehmen berät Organisationen hinsichtlich ihrer IT-Strategie. Zudem errichtet und betreibt es Netzwerk- und Rechenzentren. Die deutschen Geschäftstellen der britischen Firma befinden sich in Kerpen, Berlin und Ratingen.

Die Investitionen umfassen Anschubfinanzierungen für konkrete Digitalisierungsprojekte, Forschungsgelder, den Ausbau von Ciscos Academy-Programm sowie Zuschüsse in einen Venture Fund und Personal- und Infrastrukturausgaben. Schwerpunkte seien hier unter anderem Sicherheit, Cloud Computing und das Internet der Dinge.

Der amerikanische IT-Ausrüster betreibt mit OpenBerlin in der Hauptstadt bereits ein Zentrum, in dem traditionelle Unternehmen mit Start-ups zusammenkommen und gemeinsam Ideen für neue Geschäftsmodelle entwickeln können. Es soll künftig auch eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, Kunden und Partner von Cisco mit Start-ups und Forschungseinrichtungen zusammenzubringen, um an konreten Problemlösungen zu arbeiten.

Nach Angaben von Cisco laufen 80 Prozent der globalen Datenströme über Produkte des Unternehmens.

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  • dpa
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