Digitalisierung der Medien: Informieren und inspirieren

Digitalisierung der Medien
Informieren und inspirieren

Community, Virtual-Reality-Reportagen und Hackathon – die Medien sind in Bewegung. Doch welche Konzepte taugen für die Zukunft? Und wo kommen sie her? Das diskutierten Experten beim Düsseldorfer Terrassengespräch.
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DüsseldorfDie Digitalisierung macht auch vor den Medien nicht halt. Die Zeiten, in denen einfach nur Papier bedruckt wurde, sind lange vorbei. Und es reicht auch längst nicht mehr, die Geschichten, Interviews und Reportagen einfach nur ins Internet zu stellen und durch Onlinetools wie Vergleichsrechner oder aber Videos zu ergänzen. Neue Konzepte müssen her. Und genau um die ging es beim Düsseldorfer Terrassengespräch der Verlagsgruppe Handelsblatt. „Wir müssen mutig sein und Dinge ausprobieren“, sagte Miriam Meckel, Chefredakteurin der Wirtschaftswoche.

Die Journalistin diskutierte an diesem sommerlichen Abend mit Katharina Borchert, Chief Innovation Officer von Mozilla, Tina Beuchler, Digital Director des Konsumgüterriesen Nestlé Deutschland, und Jochen Wegner, Chefredakteur von Zeit Online, über die „Digitalisierung der Medien“.

Innovationen kommen wie so oft aus den USA. Borchert lebt und arbeitet seit Januar im Silicon Valley, zuvor war sie Digitalchefin von Spiegel Online, und für sie ist klar: „Die US-Häuser sind besser ausgestattet und trauen sich auch mehr.“ In Deutschland würde es bei Medienhäusern und in Redaktionen oft heißen, wir bauen eine App und dann brauchen wir ein CMS, also Onlineredaktionssystem. „Deutsche Verlage trauen sich nicht genug“, lautet das Urteil der ehemaligen Journalistin. Und sie riet ihnen, nicht nur in die USA zu schauen, sondern unbedingt auch nach Asien, woher in Zukunft jede Menge Innovationen kommen dürften.

Jochen Wegner teilte diese Ansicht nicht ganz. „Nicht alles, was aus den USA oder Asien kommt, ist adaptierbar“, sagte er. Allerdings musste er eingestehen, dass es mit der Innovationsfreude deutscher Medien nicht allzu weit her ist. „Wir schreiben zwar keine Pflichten-und-Lasten-Hefte mehr, aber wir leben von Tag zu Tag, anstatt große Masterpläne zu verfolgen“, so der Chefredakteur. Immerhin habe man bei Zeit Online einen promovierten Mathematiker eingestellt, um die Leser besser zu verstehen.

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