Disney und Microsoft
Immer mehr Konzerne an Twitter interessiert

Immer mehr Unternehmen haben offenbar Interesse an Twitter. Medienberichten zufolge erwägen auch Disney und Microsoft eine Übernahme des Kurznachrichtendienstes. Keine Aufmerksamkeit erhält Twitter hingegen von Facebook.

New YorkDer schwächelnde Kurznachrichtendienst Twitter zieht Medienberichten zufolge neben Google und Salesforce weitere Kaufinteressenten an. So habe der Unterhaltungs- und Medienkonzern Disney wegen eines möglichen Angebots bereits einen Finanzberater engagiert, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Twitter-Chef Jack Dorsey hat seit 2013 einen Sitz im Disney-Verwaltungsrat.

Laut dem TV-Sender CNBC gehört auch der US-Softwareriese Microsoft zu den potenziellen Bietern für das Internet-Unternehmen, das zuletzt an der Börse mit rund 16 Milliarden Dollar bewertet wurde. Facebook habe dagegen wohl kein Interesse. Ein Verkauf von Twitter dürfte in den nächsten 30 bis 45 Tagen über die Bühne gehen, berichtete der Sender. An der Frankfurter Börse notierte die Twitter-Aktie am Dienstag im Parketthandel drei Prozent höher.

Facebook und Microsoft wollten keine Stellungnahmen abgeben. Twitter und Disney waren zunächst nicht zu erreichen.

Twitter hat Insider-Informationen zufolge erste Gespräche über einen Verkauf geführt. Zu den Interessenten gehören demnach Google sowie der US-Softwarekonzern und SAP -Konkurrent Salesforce. Twitter-Chef Dorsey äußerte sich am Montag auf einer Konferenz nicht zu den Verhandlungen.

Das Unternehmen wird bereits seit längerem als Übernahmekandidat gehandelt. Vor einigen Jahren wurde es noch als neuer Internetstar gefeiert. Doch das Wachstum geriet schon bald ins Stocken. Twitter fiel immer weiter hinter die Platzhirsche Google und Facebook zurück. Werbekunden hielten sich zurück, reihenweise sprangen Top-Manager ab.

Zuletzt nagte zusätzlich die wachsende Konkurrenz von Rivalen wie Snapchat und der Facebook-Tochter Instagram am Geschäft. Im vergangenen Quartal erzielte Twitter das geringste Umsatzplus seit dem Börsengang im November 2013.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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