Diversifikation zahlt sich aus
Ringierverlag steigert trotz Flaute Gewinn

Das größte Schweizer Medienhaus Ringier hat im vergangenen Jahr bei geringerem Umsatz mehr verdient als 2002. Die geographische und produktemässige Diversifikation hat sich damit für den Konzern ausgezahlt.

HB ZÜRICH. Bei einem knapp gehaltenen Umsatz von 1011,1 (Vorjahr 1033,3) Mill. sfr stieg der Reingewinn um 10,2 % auf 43,2 Mill. sfr, wie Ringier am Mittwoch mitteilte. Der Gewinnanstieg sei vor allem auf Kostensenkungsmassnahmen zurückzuführen. In der Schweizer sank der Personalbestand um 298 Mitarbeiter auf 2986, während er konzernweit leicht auf 5439 (5419) zulegte.

Im Heimmarkt Schweiz, der immer noch den grössten Gewinnbeitrag liefert, litt Ringier unter der schlechten konjunkturellen Entwicklung. Im Schweizer Verlagsgeschäft sank der Umsatz den Angaben zufolge um 7,9 % auf 536,7 Mill. sfr. Ringier verlegt in der Schweiz Zeitungen wie „Blick“, „SonntagsBlick“ oder „Cash“ und Zeitschriften wie die „Schweizer Illustrierte“. Daneben produziert der Verlag Fernseh-Sendungen wie „Gesundheit Sprechstunde“. Im Schweizer Druckgeschäft ging der Umsatz um 15 % auf 203,1 Mill. sfr zurück.

Dagegen sei der Umsatz in Mittel- und Osteuropa um 35,6 % auf 227,3 Mill. sfr gewachsen. Rund die Hälfte des Wachstums gehe auf Übernahmen zurück. Ringier verlegt in der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarn, Rumänien und Serbien Zeitungen und Zeitschriften.

Dank dem Engagement in diesen Wachstumsmärkten sowie den Kostensenkungen, hat Ringier die Nase im Vergleich zu den kleineren Schweizer Konkurrenten vorn. Die in der Westschweiz verankerte und auch auf der iberischen Halbinsel und in Osteuropa tätige Edipresse konnte den Umsatz 2003 ausschliesslich dank Übernahmen auf 804,5 Mill. sfr steigern. Der Gewinn sank aber auf 11,8 (13,6) Mill. sfr. Die auf die Schweiz konzentrierte Tamedia erlitt 2003 einen Umsatzrückgang von 11,2 % auf 569 Mill. sfr und einen Verlust von 17,7 Mill. sfr. Tamedia ist stark von Stelleninseraten abhängig.

Wie die Konkurrenten ist auch Ringier für 2004 zurückhaltend. Insbesondere im Schweizer Werbemarkt sei noch kein Aufschwung erkennbar. Die Konsumenten blieben verunsichert. Die mittel- und osteuropäischen Märkte dürften vom Schwung des EU-Beitrittes profitieren. Allerdings dürfte sich auch der Wettbewerb in diesen Ländern verschärfen. Kostenoptimierung habe weiterhin hohe Priorität, so Ringier.

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