Dividende bleibt niedrig: Telekom Austria enttäuscht Anleger

Dividende bleibt niedrig
Telekom Austria enttäuscht Anleger

Telekom Austria sieht dunkle Zeiten voraus: Der scharfe Wettbewerb auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt macht der Firma zu schaffen. Der mexikanische Milliardär Carlos Slim will trotzdem seinen Einfluss verstärken.
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WienDie Telekom Austria stellt ihre Aktionäre auch im laufenden Jahr auf schwierige Zeiten ein. Angesichts des scharfen Wettbewerbs und Einbußen durch eine strengere Regulierung werde die Dividende für 2014 nicht steigen, sondern auf dem Niveau der beiden Vorjahre von fünf Cent verharren, erklärte die Firma am Mittwoch. Analysten hatten jedoch durchschnittlich mit einer Ausschüttung von 16 Cent gerechnet. Erst mittelfristig werde es eine Trendwende bei der Umsatzentwicklung geben, erklärte der Konzern. Im laufenden Jahr würden die Erlöse wie im vergangenen Jahr um drei Prozent schrumpfen. Eine Gewinnprognose wagte die Telekom Austria nicht.

Zu schaffen macht dem Unternehmen vor allem der Preiskampf im Mobilfunkgeschäft im Heimatmarkt Österreich. Dort gingen die durchschnittlichen monatlichen Erträge pro Kunde im Lauf des vergangenen Jahres um gut 14 Prozent zurück. Dabei hatten viele Experten eigentlich nach der Übernahme von Orange Österreich durch Hutchison vor über einem Jahr mit steigenden Preisen gerechnet - denn dadurch sank die Zahl der Mobilfunkanbieter auf drei von vier.

Doch der Wettbewerb blieb zunächst weiter hart. Erst Ende 2013 hatten die Betreiber mit ersten Preiserhöhungen begonnen. Bis sich diese in den Bilanzen der Unternehmen niederschlagen, dauert es. Im vergangenen Jahr schrumpfte der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn der Telekom Austria daher um knapp zwölf Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, während der Umsatz um drei Prozent auf 4,2 Milliarden Euro zurückging.

Auch bei den Telekom-Töchtern in Bulgarien und Kroatien läuft es nicht rund: Dort gingen die operativen Erträge durch den scharfen Wettbewerb deutlich zurück, während der Konzern in Weißrussland, Slowenien und Serbien mehr verdiente.

Trotz der mauen Aussichten will Telekom-Großaktionär Carlos Slim jedoch den Einfluss auf das Unternehmen verstärken. Sein Konzern America Movil hatte angekündigt, mit dem staatlichen Großaktionär ÖIAG eine Allianz ins Auge zu fassen. Bei einem solchen Pakt würden die beiden Großaktionäre, die gemeinsam auf 55 Prozent der Anteile kommen, wichtige strategische Entscheidungen abstimmen. Die „Presse“ berichtete am Mittwoch ohne Angabe von Quellen, ein solcher Syndikatsvertrag solle „im Idealfall“ bereits bis zur Telekom-Hauptversammlung am 28. Mai vorliegen. Die ÖIAG und America Movil hatten sich nicht zu ihren Zeitplänen geäußert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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