Dividende geplant
Freenet: Mit Strato-Kauf startet keine Einkaufstour

Nach dem Kauf der Webhosting-Sparte von Teles plant der Telekommunikations- und Internetanbieter Freenet nicht zwingend weitere Zukäufe. Freenet-Chef Eckhard Spoerr teilte am Montag mit, dass es nur sehr wenige attraktive Unternehmen in diesem Bereich gebe.

HB FRANKFURT. „Das ist nicht notwendigerweise der Auftakt zu anderen Akquisitionen“, sagte Vorstandschef Eckhard Spoerr am Montag. „Es gibt nur sehr wenige Unternehmen in diesem Bereich, die attraktiv sind“, fügte er hinzu. Mit dem Erwerb der Teles-Tochter Strato erhöht sich der Freenet-Umsatz Spoerr zufolge 2004 voraussichtlich um über 50 Millionen Euro, 10 Millionen Euro kommen beim Vorsteuergewinn hinzu. Spoerr machte deutlich, dass sich Freenet durch die Teles-Tochter Strato weiteren Schub für sein DSL-Geschäft erhofft. Sowohl der Marktanteil als auch die Marge von Freenet werde sich dadurch weiter erhöhen.

Trotzem verlor die im TecDax gelistete Freenet-Aktie an Wert und notierte am Nachmittag bei 16,22 Euro über 2 Prozent im Minus. Das ebenfalls im TecDax geführte Papier der Teles AG legte dagegen deutlich zu um knapp zwölf Prozent auf 8,49 Euro.

Die Mobilcom-Tochterfreenet AG hatte bereits am Freitag mitgeteilt, der Kaufpreis für die Teles-Sparte belaufe sich auf 132 Millionen Euro, 80 Millionen Euro davon sollen in bar bezahlt werden. Außerdem erhält Teles 3,1 Millionen Freenet-Aktien. Spoerr sagte, diese Transaktion sei auf Wunsch von Teles gewählt worden. „Teles setzt auf eine deutliche Wertsteigerung der Freenet-Aktie und hätte für 132 Millionen Euro in bar nicht verkauft.“ Mobilcom werde nach dem Erwerb weiterhin mit über 50 Prozent die Mehrheit an Freenet halten, sagte der Freenet-Chef.

Trotz des Kaufs der Webhosting-Sparte von Teles plant Freenet die erste Dividendenzahlung seit seinem Börsengang vor knapp fünf Jahren. „Wir halten an unserem Plan fest, für 2004 eine Dividende zu zahlen“, sagte Spoerr. Dies werde das Management dem Aufsichtsrat vorschlagen. Den Stand der flüssigen Mittel per Ende September hatte die freenet AG unlängst mit gut 150 Millionen Euro beziffert.

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