Dividende soll konstant bleiben
Telekom senkt Umsatz- und Ergebnisprognose

Die Deutsche Telekom hat in den vergangenen Monaten das hohe Tempo des ersten Quartals nicht halten können und zieht nun Konsequenzen: Der Konzern teilte am späten Mittwochabend in Bonn mit, dass er seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr senke. Zur Begründung verwies er auf das „aktuell äußerst wettbewerbsintensive Marktumfeld in Deutschland“. Über alle drei strategischen Geschäftsfelder – Breitband/Festnetz ebenso wie Mobilfunk und Geschäftskunden – zeichne sich ab, dass sich insbesondere der Preisdruck stärker als zuletzt erwartet entwickeln werde, hieß es.

HB BONN. Beim Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) werde nun mit 19,2 bis 19,7 Mrd. Euro gerechnet. Für das kommende Jahr werde ein unverändertes Ergebnis erwartet. Beim Umsatz rechnet die Telekom nun mit 61,5 bis 62,1 Mrd. Euro. Für 2007 werde ein wieder moderat steigender Umsatz erwartet. Zuvor war Europas größter Telekomkonzern von einem Umsatz von bis zu 62,7 Mrd. Euro und einem EBITDA von bis zu 20,7 Mrd. Euro ausgegangen.

Die Umsatz- und Gewinnwarnung des Telekommunikationsriesen kommt nicht völlig unerwartet. Einige Analysten hatten mit einer Absenkung der Prognose gerechnet, da sich der Geschäftsverlauf aus ihrer Sicht schwächer entwickelt als zuvor angenommen. Zum Teil hatten die Experten aber erst für den Herbst mit dem Schritt gerechnet.

Zugleich teilte die Telekom mit, die werde die finanztechnische Steuerung künftig stärker auf die Cash-Flow-Generierung ausrichten. Der Rückgang des bereinigten EBITDA solle dabei durch eine Kürzung bei den Investitionen kompensiert werden. Für das Jahr 2006 erwarte der Konzern einen Free Cash-Flow vor Ausschüttung von mindestens 5 Mrd. Euro, der im folgenden Jahr auf mindestens 6 Mrd. Euro steigen solle. In beiden Werten sei ein Betrag von jeweils rund 1 Mrd. Euro für das laufende Personalabbau-Programm bereits berücksichtigt.

Für das Geschäftsjahr 2006 beabsichtige der Vorstand, dem Aufsichtsrat die Ausschüttung einer Dividende zumindest auf Vorjahreshöhe von 0,72 Euro je Aktie vorzuschlagen, hieß es weiter.

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