Dividende um 10 Prozent erhöht
RTL verzeichnet wieder Gewinne

Nach einem Verlust im Jahr 2002 hat der Medien-Konzern in diesem Jahr wieder einen Gewinn erzielt. Dank zweier erfolgreicher Formate legte RTL bei der wichtigen Zuschauergruppe der 14 bis 49-Jährigen ebenfalls deutlich zu, und ist in Deutschland weiterhin Marktführer.

HB BRÜSSEL. Europas größter TV-Konzern, RTL Group, ist 2003 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Aussichten des Werbemarktes im laufenden Jahr bewertete das Unternehmen jedoch verhalten. Dennoch denkt das Medien-Unternehmen darüber nach, eine um 10 % höhere Dividende an die Aktionäre auszuzahlen.

Im vergangenen Jahr habe der Nettogewinn bei 14 Mill. Euro gelegen nach einem Verlust von 56 Mill. Euro im Jahr 2002, teilte die Bertelsmann-Tochter am Mittwoch mit. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) sei um 14,9 % auf 487 Mill. Euro gestiegen.

Die Entwicklung des Werbemarktes sehe das Unternehmen weiter zurückhaltend, erklärte Konzern-Chef Gerhard Zeiler. Es gebe zwar in einigen Märkten, auf denen die RTL Group vertreten sei, erste Wachstumsanzeichen, doch Verbrauchervertrauen und Handelsumsätze blieben Besorgnis erregend. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge um 2,1 % auf 4,452 Mrd. Euro. Dazu beigetragen hätten zunehmend Aktivitäten, die nichts mit dem Werbemarkt zu tun hätten. Gleichwohl habe das Unternehmen in den meisten Märkten sowohl bei den Zuschaueranteilen als auch bei den Werbeanteilen zugelegt.

In Deutschland stieg das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen um knapp zehn Prozent auf 261 Mill. Euro. Damit habe die RTL Group mehr als die Hälfte ihres Ebita in Deutschland erzielt. Der Zuschaueranteil habe sich bei allen Sendern hier zu Lande verbessert. So habe der Fernsehsender RTL mit 18,2 % Marktanteil bei der Zuschauergruppe der 14 bis 49-Jährigen sein bestes Ergebnis seit 1997 verbucht. Zugleich sei RTL damit das elfte Jahr in Folge Marktführer bei dieser für das Unternehmen wichtigsten Zuschauergruppe gewesen. Vor allem Formate wie „Deutschland sucht den Superstar“ und „Wer wird Millionär“ hätten zum Erfolg beigetragen.

Den britischen Sender Channel Five werde die RTL Group nicht verkaufen, sagte Zeiler weiter. „Wir sind keine Verkäufer.“ Der Konzern stehe zu Channel Five.

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