Dividende wird fast verdoppelt
Springer-Zahlen lesen sich gut

Der Medienkonzern hat seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr dank seiner Sparanstrengungen mehr als verdoppelt. Obwohl im Printmarkt noch immer keine Trendwende sichtbar sei, will der Verlag in diesem Jahr wachsen.

HB BERLIN. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) sei 2003 auf 196,8 Mill. von 110 Mill. € gestiegen, teilte Europas größter Zeitungskonzern am Donnerstag in Berlin mit. Vorstandschef Mathias Döpfner zeigte sich anlässlich der Veröffentlichung der Jahresbilanz optimistisch: „Springer ist in der Offensive (...) es geht unserem Verlag in jeder Hinsicht gut.“ Obwohl im Printmarkt noch immer keine Trendwende sichtbar sei, wolle der Verlag in diesem Jahr wachsen.

Auch unter dem Strich verlieb mit 130,2 Mill. € ein mehr als doppelt so hoher Jahresüberschuss als 2002. Der Umsatz sank auf Grund von Portfoliobereinigungen auf 2,435 (2,777) Mrd. €. Die Dividende soll auf 1,20 € von 0,65 € je Aktie steigen.

Döpfner zeigte sich überzeugt, dass Springer im laufenden Jahr bei einer Erholung des Anzeigenmarktes mit einem leicht steigenden Umsatz überproportional vom Aufschwung profitieren werde: „Um diese Chancen nutzen zu können, würden wir auch in Kauf nehmen, dass das Ebita 2004 nach Anlaufverlusten für größere Projekte unter dem des Jahres 2003 liegt.“ Als Kernauftrag für 2004 bezeichnete Döpfner weiter strikte Kostendisziplin und das Vorantreiben der Gründungsoffensive.

Die Axel Springer AG ist Deutschlands einziger börsennotierter Printkonzern und gibt unter anderem die Tageszeitungen „Bild“ und „Die Welt“ heraus. Der Verlag hatte wegen seines strikten Sparkurses bereits im ersten Halbjahr 2003 mehr verdient als im gesamten Jahr 2002. Im zweiten Halbjahr hatte Springer nach einer Pause wieder in neue Projekte investiert, wie den Start der polnischen Tageszeitung „Fakt“.

Springer hatte früher als viele Konkurrenten auf die Krise am Zeitungsmarkt reagiert, indem der Verlag jeden zehnten Arbeitsplatz abbaute, Geschäftsbereiche verkaufte und andere Kosten reduzierte. Wegen des geringen Streubesitzes wechseln nur wenige Springer-Aktien an der Börse den Besitzer. Seit Mitte vergangenen Jahres hat das Papier von rund 50 auf zuletzt über 80 € zugelegt.

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