Dividenden-Zahlung
Vodafone bekommt Milliarden aus den USA

Vodafone erhält 4,5 Milliarden Dollar von seiner amerikanischen Beteiligung Verizon Wireless. Die Dividendenauszahlung ist die erste seit 2005. Die Briten wollen einen Teil an die eigenen Aktionäre ausschütten.
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LondonDas Warten hat sich gelohnt. Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone bekommt wieder eine Dividende von seiner amerikanischen Beteiligung Verizon Wireless – es ist die erste seit 2005. Am Donnerstag Abend hat die Verizon Wireless-Muttergesellschaft Verizon Communications zustimmt, dass der Mobilfunker insgesamt zehn Milliarden Dollar an seine Aktionäre ausschüttet.

Verizon Communications hat die Mehrheit der Unternehmensanteile (55 Prozent) und erhält 5,5 Milliarden Dollar. Vodafone bekommt 4,5 Milliarden Dollar. Das wird den freien Cash-flow des weltweit umsatzstärksten Mobilfunkbetreibers nach Analystenschätzungen um 40 Prozent erhöhen.

Die Briten wollen wiederum einen Teil des Geldes aus den USA (zwei Milliarden Pfund) an die eigenen Aktionäre in Form einer Sonderdividende ausschütten, mit dem Rest wollen sie ihre Schulden senken. Vodafone war in den vergangenen Jahr immer wieder massiver Kritik seiner Aktionäre ausgesetzt, die die Situation in den USA ändern wollten. Sie forderten, Vodafone solle sich von der US-Minderheitsbeteiligung trennen oder aber die Mehrheit daran übernehmen. Das würde für die Investoren mehr Wert schaffen.

Vodafone-Chef Vittorio Colao lehnte einen Verkauf stets ab. Denn dann würden hohe Steuerzahlungen fällig, sagte er. Ihren Anteil an Verizon Wireless steigern, können die Briten allerdings auch nicht, weil der Mutterkonzern des Unternehmens dem im Wege steht. Nach Vodafone-Angaben hat sich der Wert der Verizon-Wireless-Beteiligung zuletzt massiv erhöht – von 20 Milliarden Dollar im Jahr 2001 auf inzwischen etwa 65 bis 70 Milliarden Dollar.

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