Doch keine Neuordnung der Telekombranche in Frankreich
Orange bläst Übernahme ab

Außer Spesen nichts gewesen: Die Übernahmeverhandlungen mit dem Mischkonzern Bouygues wurden nach drei Monaten erfolglos abgebrochen.

ParisNach monatelangen schwierigen Verhandlungen ist der Plan von Frankreichs führendem Telekommunikationsunternehmen Orange gescheitert, die Telekommunikationssparte des Mischkonzerns Bouygues zu übernehmen. „Nach drei Monate langen Gesprächen mit Orange konnte keine Einigung erzielt werden“, erklärte Bouygues Telecom am Freitagabend in Paris. „Daher hat der Aufsichtsrat einstimmig beschlossen, die Verhandlungen zu beenden.“ Orange veröffentlichte seinerseits eine Mitteilung mit ähnlichem Wortlaut.

Der Nummer eins auf dem französischen Telekommunikationsmarkt hatte mit Bouygues Telecom Frankreichs Nummer drei in der Branche kaufen wollen. Orange ist der Platzhirsch auf dem französischen Telekommunikationsmarkt - gut 38 Prozent der Mobiltelefonierer nutzen diesen Anbieter. Hauptanteilseigner ist mit derzeit 23 Prozent der französische Staat.

Bouygues Telecom gehört zum Industrie- und Baukonzern Bouygues und stellt in Frankreich 16,2 Prozent der Handyanschlüsse. Für den Anbieter, der vergangenes Jahr Verluste in Höhe von 59 Millionen Euro machte, dürfte es schwierig werden, sich selbstständig auf dem hart umkämpften Telekommunikationsmarkt zu behaupten. Das Unternehmen wollte nach Medienberichten mit rund zehn Milliarden Euro bewertet werden. Ob dies ein Grund für die gescheiterten Verhandlungen ist, ist nicht bekannt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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