Downloads und SMS lassen die Kasse klingeln
Telekombranche übt sich in Optimismus

Mobilfunk und Internet lassen die zuletzt von Einbrüchen gebeutelte Telekommunikationsbranche wieder aufatmen. Die Talsohle sei durchschritten, erklärte der Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), Jürgen Grützner, am Dienstag in Berlin. Besonders SMS-Anwendungen sowie Downloads von Klingeltönen, Logos und Spielen würden an Bedeutung gewinnen.

HB BERLIN. Die Wettbewerber der Deutschen Telekom AG erwarten nach einer Stagnation des Gesamtmarktes 2003 für das kommende Jahr ein Wachstum von rund 2%. Dabei dürften die Telekom-Wettbewerber bei den Verbindungsumsätzen um rund 6% zulegen, sagte Grützner. Die Prognose in Höhe von 2% beziehe sich auf den Gesamtmarkt und schließe den Verkauf von Geräten und Software ein. Die Telekommunikationsindustrie erhole sich langsam vom Einbruch der Märkte, sagte Grützner.

Am umsatzstärksten sei bei Mobilfunk der so genannten Entertainmentbereich. Neue Klingeltöne, Logos und Spiele würden vor allem von jungen Handynutzern sehr stark nachgefragt. Zunehmende Bedeutung gewinnen auch Datendienste, wobei SMS-Anwendungen führend seien.

Die Branche beklagt die weiterhin sehr starke Position der Deutschen Telekom. Die Politik sei hier gefordert das neue Telekommunikationsgesetz nicht zu Gunsten des ehemaligen Monopolisten zu ändern. Außerdem müsse der Zugang zu breitbandigen Diensten künftig vernünftig reguliert werden. Deutschland nehme bei der Verbreitung von schnellen Internetzugängen im Europavergleich nur eine Position im Mittelfeld ein. Ein Wettbewerb mit verschiedenen Technologien finde kaum statt, da die Telekom diesen Markt immer noch dominiere.

Allein auf dem Festdienstmarkt rechnen die privaten Anbieter für 2003 mit einem Umsatz von rund 9 Milliarden Euro sowie mit einem Marktanteil von ähnlich wie im Vorjahr gut 25 Prozent. Im Ortsnetz habe vor allem der Call-by-Call-Markt nach Startschwierigkeiten im April an Bedeutung gewonnen. Dieses Angebot werde vor allem von Privatkunden zunehmend genutzt. Die rund 100 privaten Telekommunikationsunternehmen zählten im vergangenen Jahr noch mehr als 61 000 Beschäftigte. Ende 2003 werden es nur noch rund 48 000 sein. Für 2004 rechnet die Branche nochmals mit 10 Prozent weniger Arbeitsplätzen.

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