Drittes Quartal
Intel-Zahlen übertreffen Erwartungen

Intel Corp. würde solide Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegen, da waren sich Wall-Street-Analysten einig. Offen war jedoch, ob sich die jüngste Restrukturierung und die Kürzungen am Forschungsbudget in der Gewinnmarge niederschlagen würden. Intel enttäuschte die Optimisten nicht - auch die Anleger zeigten sich sehr zufrieden. Ein deutsches Unternehmen könnte von dem Ergebnis profitieren.

je/ HB SANTA CLARA. Im dritten Quartal verzeichnete der Konzern einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 10,1 Mrd. Dollar. Das lag über der eigenen Prognose und den Erwartungen der Analysten. Der Reingewinn stieg gleichzeitig um 43 Prozent auf 1,9 Mrd. Dollar oder 31 Cents pro Aktie. Analysten hatten im Schnitt mit 30 Cents gerechnet. Die Brutto-Gewinnmarge erreichte 52,4 Prozent, gegenüber 46,9 Prozent im vorangegangenen Quartal. Intel erreichte damit gleichwohl noch nicht wieder die Margen aus ihrer Glanzzeit von über 60 Prozent. Die Marge leidet seit rund zwei Jahren unter dem Preiskampf mit dem Erzrivalen AMD.

Neben der Gewinnmarge stand auch die Prognose für den Rest des Jahres im Fokus. Deutlich höhere Zuwächse bei der Auslieferung von Prozessoren als beim Absatz von Personalcomputern lösten Vermutungen aus, dass die Computerhersteller ihre Chipbestellungen in den nächsten Monaten eher zurückschrauben könnten. Obwohl Intel ihre Ergebnisprognose für das abgelaufene Quartal im September bereits heraufschraubte, blieben Anleger vorsichtig. Nunmehr erklärte Konzernchef Otellini, dass er nach dem Rekordabsatz von Mikroprozessoren im dritten Quartal weltweit von einer anhaltend hohen Nachfrage ausgeht. Er erwartet für das vierte Quartal Erlöse zwischen 10,5 und 11,1 Mrd. Dollar sowie einen weiteren Anstieg der Rohgewinnmarge auf 57 Prozent.

Der Aktienkurs des Unternehmens stieg nach Bekanntgabe der Zahlen nachbörslich um vier Prozent auf 26,50 Dollar.

Allenfalls leichte Unterstützung erwarten Händler von den Intel-Zahlen für Infineon. Zwar deuteten die guten Umsatz- und Gewinnausweise von Intel auf einen zuletzt soliden Absatz von PC und Memory Chips hin. Dem stünden jedoch in den vergangenen Wochen Sorgen um einen Preiskampf in verschiedenen Chip-Marktsegmenten gegenüber.

In Asien sei das Bild uneinheitlich: Während Hynix etwas fester tendieren, geben Samsung nach. Infineon sind seit Monatsbeginn von 12 Euro auf 10,82 Euro gefallen und haben damit laut Händlern Erholungspotenzial bis zu 11,50 Euro.

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