Drittes Quartal
Zwischenbilanz: Eitel Sonnenschein bei SAP

Der weltgrößte Firmen-Softwarehersteller SAP hat das dritte Quartal mit außerordentlich guten Zahlen abgeschlossen. Umsatz und Gewinn stiegen zweistellig. Damit toppten die Walldorfer sogar die hoch gesteckten Erwartungen der Analysten. Und mehr noch: SAP verwies seinen Erzrivalen Oracle in die Schranken.

HB STUTTGART. Die für die künftigen Erträge wichtigen Erlöse aus dem Software-Verkauf stiegen in den Monaten Juli bis September um 17 Prozent auf 691 Mill. Euro, wie SAP am Donnerstag in Walldorf mitteilte. Der Überschuss des Konzerns kletterte um 16 Prozent auf 388 Mill. Euro. Der operative Gewinn vor Sonderposten legte um 17 Prozent auf 606 Mill. Euro zu. Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf 2,25 Mrd. Euro.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Softwarelizenz-Umsatz von nur 672 Mill. Euro und einem Überschuss von 385 Mill. Euro gerechnet. Den operativen Gewinn vor Sonderposten hatten sie auf lediglich 592 Mill. Euro geschätzt.

„Wir hatten ein erfolgreiches drittes Quartal“, sagte Vorstandschef Henning Kagermann. Der Konkurrenz habe SAP weitere Marktanteile abgenommen. Der Anteil von SAP am weltweiten Markt für Unternehmenssoftware sei bis zum Ende des dritten Quartals um 0,9 Prozentpunkte auf 22,6 Prozent gestiegen. Damit verkaufe SAP mehr als doppelt soviel Software wie der nächstgrößere Konkurrent Oracle, der mit milliardenschweren Übernahmen SAP den Markt streitig machen will.

Auch in den USA habe SAP im abgelaufenen Quartal Marktanteile hinzu gewonnen, sagte Vorstandschef Henning Kagermann am Donnerstagmorgen auf N-TV. Der US-Markt ist der Heimatmarkt der beiden wichtigsten Wettbewerber Oracle und Microsoft.

SAP hob seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2006 an und rechnet nun mit einem Ergebnis pro Aktie, das leicht über der bisher in Aussicht gestellten Spanne von 5,80 bis 6,00 Euro liegt. Das ist insofern überraschend, als dass einige Analysten im Vorfeld der Zwischenbilanz eine Senkung der Unternehmensziele für möglich gehalten hatten; als Grund für diese Einschätzungn nannten sie den schwachen Dollar. SAP hatte der eigenen Planung einen Wechselkurs von 1,23 Dollar je Euro zugrunde gelegt, so dass die tatsächliche bisherige Währungsentwicklung SAP benachteiligt. Der Dollar steht aktuell bei 1,25 Euro.

Der Softwarekonzern erwartet für das Gesamtjahr 2006 weiterhin ein Wachstum des Produktumsatzes in der Spanne von 13 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Wachstumsrate basiere auf einem erwarteten Anstieg des Software-Lizenzumsatzes zwischen 15 und 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das obere Ende der Spanne werde aber eher nicht erreicht, hieß es. Im Jahr 2005 hatte SAP den Produktumsatz um 15 Prozent auf 5,96 Mrd. Euro und den Lizenzumsatz um 18 Prozent auf 2,78 Mrd. Euro gesteigert

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