Drogenumschlagplatz im Netz: Silk-Road-Gründer plädiert auf nicht schuldig

Drogenumschlagplatz im Netz
Silk-Road-Gründer plädiert auf nicht schuldig

Seine Internetseite war ein Online-Handelsplatz für Drogen. Auch Waffen und gefälschte Ausweise gehörten zum Sortiment. Dennoch fühlt sich Silk-Road-Gründer Ross William Ulbricht zu Unrecht angeklagt.
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New YorkDer mutmaßliche Drahtzieher des illegalen Online-Handelsplatzes Silk Road hat sich bei der Anklageverlesung vor einem US-Bundesgericht in New York nicht schuldig bekannt. Der 29-jährige Ross William Ulbricht wies am Freitag den Vorwurf zurück, dass er unter dem Pseudonym „Dread Pirate Roberts“ den Drogenumschlagplatz im Internet betrieben habe. Neben Rauschgift konnten Internetnutzer auf Silk Road auch Waffen und gefälschte Ausweise kaufen sowie Auftragsmörder anheuern. Als Termin für den Prozessbeginn setzte Richterin Katherine Forrest den 3. November fest.

Die Bundespolizei FBI und die Drogenbehörde DEA hatten mehr als zweieinhalb Jahre nach „Dread Pirate Roberts“ gesucht. Die Ermittlungen waren knifflig, weil Silk Road über ein verschlüsseltes Netzwerk lief. Die Transaktionen wurden anonym über die Digitalwährung Bitcoin abgewickelt. Die Seite, eine Art Ebay für illegale Güter, hatte hunderttausende Nutzer in mehr als zehn Ländern rund um die Welt. Vergangenen Oktober nahm das FBI Ulbricht dann in San Francisco fest.

Dem Angeklagten werden unter anderem Drogenhandel, Geldwäsche und Verschwörung zum Computer-Hacking vorgeworfen. Bei einer Verurteilung droht ihm im schlimmsten Fall lebenslange Haft. Vor der Justiz in Baltimore im Bundesstaat Maryland läuft ein weiteres Verfahren gegen Ulbricht, der über Silk Road sechs Morde bestellt haben soll. Allerdings wurde keiner der Aufträge ausgeführt. Die US-Behörden beschlagnahmten bei den Ermittlungen gegen Silk Road nach eigenen Angaben Bitcoins im Wert von mehr als 150 Millionen Dollar (etwa 111 Millionen Euro).

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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