Due Dilligence-Prüfung eingeleitet
Drillisch will Victorvox übernehmen

Die Drillisch AG will den Krefelder Mobilfunk Service Provider Victorvox AG übernehmen. Durch die Übernahme könnte der Telekommunikationsdienstleister seinen Umsatz rein rechnerisch mehr als verdoppeln.

Reuters KÖLN. Drillisch habe mit drei der fünf Victorvox-Gesellschaftern, die zusammen über knapp 72 Prozent der Anteile verfügten, eine Grundsatzvereinbarung über den Erwerb getroffen, teilte Drillisch am Montag mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die beiden verbleibenden Anteilseigner, die Deutsche Beteiligungs-AG (DBAG) sowie ein Fonds der DBAG, verfügten über ein Vorkaufsrecht, sagte Drillisch-Vorstandschef Marc Brucherseifer auf Nachfrage. Er hoffe, dass sie sich den Verkäufern anschließen werden. Sollten sie das Vorkaufsrecht nicht ausüben, werde die Due-Diligence (Unternehmensprüfung) eingeleitet. Brucherseifer ergänzte, die Geschäftsentwicklung bei Drillisch verlaufe planmäßig. Aus heutiger Sicht werde das Jahresziel erreicht, das ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 7,9 (Vorjahr 6,6) Millionen Euro vorsieht.

Nach der Akquisition von Victorvox, werde Drillisch mit rund 1,4 Millionen Mobilfunkkunden unter den deutschen Service Providern einen Marktanteil von etwa neun Prozent erreichen, teilte Drillisch weiter mit. 1985 als autoradioland gegründet, firmiert der Mobilfunk Provider seit 1995 unter dem Firmennamen Victorvox. 2002 erzielte der Konzern den Angaben zufolge mit 293 Mitarbeitern einen Umsatz von 297 Millionen Euro. Drillisch setzte im selben Jahr rund 144 Millionen Euro um.

Die Drillisch-Aktie legte am Montagnachmittag knapp 20 Prozent auf 1,93 Euro zu.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%