Dünnstes Tablet der Welt Samsung versucht es mit Superlativen

Erst die neuen Handys, nun die dünnsten und leichtesten Tablets der Welt: Nach dem tiefen Absturz greift Samsung mit dem Tab S2 an. Wie die Südkoreaner Apple die Krone der Mobilwelt streitig machen wollen.
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Das Tab S2 ist das dünnste und leichteste Tablet der Welt.
Samsung Galaxy Tab S2

Das Tab S2 ist das dünnste und leichteste Tablet der Welt.

TokioSamsung greift wieder an. Das ist die eigentliche Botschaft, die der stolpernde Goliath der Smartphone-Welt senden will - mit der Neuauflage seines Tablets, dem Samsung Tab S2. Der Bildschirm ist zwar auf eine Diagonale von 9,7 Zoll und damit auf iPad-Größe geschrumpft. Zusätzlich schickt Samsung eine 8-Zoll-Variante gegen das iPad Mini ins Rennen. Aber dafür versucht Samsung, mit Superlativen an anderer Stelle Aufmerksamkeit zu erregen: Das Tab S2 ist das dünnste und leichteste Tablet der Welt.

Die Wifi-Version bringt gerade 389 Gramm auf die Waage und ist damit 48 Gramm leichter als der kalifornische Rivale. Zudem ist das Tablet nur noch 5,6 Millimeter dünn und damit fünf Millimeter dünner als Apples gegenwärtiges Flaggschiff.

Samsung greift mit Technik und Design an

Dazu kommen noch der viel gelobte Super-Amoled-Bildschirm von Samsung und eine neue Metallkonstruktion – und die Technikseite „The Verge“ orakelt, dass „das Tab S2 ein Herausforderer im Tabletmarkt sein könnte, wenn es irgendwann im kommenden Monat auf den Markt kommt.“

Die Botschaft ist klar: Samsung ist aufgewacht. Erst die design-orientierten neuen Galaxy-S6-Smartphones, nun die Tablet-Leichtgewichte. Nachdem die Mobilsparte des einst unumstrittenen Smartphone-Marktführers voriges Jahr eingebrochen ist, besinnen sich die Koreaner auf alte Tugenden. Statt ihre Marktführerschaft zu verwalten, wollen sie sich wieder mit technischen Meilensteinen und jetzt sogar mit Design von der Masse chinesische Herausforderer absetzen und Apple die Krone der Mobilwelt streitig machen.

Wie Not das tut, unterstreichen Samsungs Bilanzen. Bis 2013 jagte das Unternehmen Rekorde und war hochprofitabel. Die Margen waren nicht ganz so fett wie bei Apple, doch mit Abstand die höchsten. Doch 2014 ging es bergab. Die Gewinne der Smartphone-Sparte sind im Vergleich zu den besten Tagen um 60 Prozent kollabiert.

Living on the edge
Werbung fürs Galaxy S6
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Bei den Smartphones der Galaxy-Reihe handelt es sich um die Flaggschiffe von Samsung. Mit dem S6 wollen die Koreaner jetzt wieder das iPhone angreifen – mit allen Ecken und Kanten. Hier kommt das Modell Edge ins Spiel...

Links wie rechts
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Mit der abfallenden Display-Kante hatte Samsung schon zuvor experimentiert, beim S6 Edge (oben rechts) kommt sie beidseitig. Der Nutzen? Bisher überschaubar. Aber da kann ja noch was nachkommen. Alternativ gibt es das S6 ohne Kanten.

Klare Kante gezeigt
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Die abgerundeten Kanten im Detail. Bisher nutzen jedoch nur wenige Apps die technischen Möglichkeiten. So gibt es RSS-Feeds und spezielle Funktionen für Benachrichtigungen.

Schnell wie der Wind
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Das Edge fühlt sich marginal glatter an als das normale S6. Technisch klotzen beide Geräte mit drei Gigabyte Arbeitsspeicher und acht Prozessorkernen. Das macht die Bedienung rasant.

Inspiration gesucht
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Beim S6 ist unter anderem der Kopfhöreranschluss an die Unterseite gewandert. Dafür ist das Galaxy nicht mehr wasserdicht. Auch wenn das neue Gehäuse erstmals aus Aluminium und Glas besteht.

Samsung-Manager JK Shin präsentiert das Gerät
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Auch wenn Samsung das Design von grundauf erneuert hat, ist die Verwandtschaft zu den früheren Generationen noch klar zu erkennen.

Hingucker
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Das Edge springt auf jeden Fall ins Auge. Und ist mit seinem Ultra-HD-Display in jeder Hinsicht ein Hingucker. Auch die Kamera braucht sich vor der Konkurrenz, namentlich Sony, nicht zu verstecken. Ob man für die noch nicht sonderlich üppigen Extraleistungen im Vergleich zum normalen S6 einen Aufpreis von rund 100 Euro in Kauf nimmt, muss man letztlich selbst entscheiden.

Doch es kam noch schlimmer: Anfang des Jahres überholte Apple die Koreaner bei den Smartphones, wie einige Marktforscher konstatierten. Teilten sich die Kalifornier und die Koreaner bis vor wenigen Jahren noch die Profite in der Mobilwelt, streicht Apple inzwischen mehr als 90 Prozent der Gewinne der Branche ein. Der Rest schlägt sich um die Krumen. Aber schon hat Samsung den Strategiewechsel vollzogen.

Von der Goldgrube in den Treibsand
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