Durchwachsene Zwischenbilanz
Anleger befürchten „das letzte gute Quartal für AMD“

Der zweitgrößte Hersteller von Mikroprozessoren nach Intel, Advanced Micro Devices oder kurz AMD, hat zwar im ersten Quartal des Jahres einen ordentlichen Gewinn geschrieben, doch könnte es das vorerst letzte gute Quartal gewesen sein. Die Aktie reagierte entsprechend.

HB SAN FRANCISCO. Der Umsatz im ersten Quartal lag nach Angaben des Unternehmens vom Mittwochabend etwa auf dem Niveau der vorangegangenen drei Monate. Der Umsatz erreichte 1,33 Milliarden Dollar nach 1,23 Milliarden im Vorjahresquartal. Für das zweite Quartal 2006 hatten Analysten eine Steigerung auf 1,34 Milliarden Dollar prognostiziert, das Unternehmen stellte jedoch einen Rückgang in Aussicht.

Unterm Strich habe der Konzern 184,5 Mill. Dollar oder 38 Cent je Aktie verdient, teilte AMD nach US-Börsenschluss mit. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 17,4 Millionen Dollar verbucht.

Der Markt der Mikroprozessoren ist zwischen Intel und AMD stark umkämpft. Zuletzt hatte Intel deutlich Federn lassen müssen. AMD konnte dem Marktführer mit energiesparenden und leistungsfähigeren Prozessoren Anteile zunächst bei Servern und später auch bei Desktop- und Notebook-Computern abjagen. Intel reagierte mit drastischen Preisabschlägen und neuen Produkten. „Anleger sind daher etwas besorgt, ob dies das letze gute Quartal für AMD war“, sagte Douglas Freedman von American Technology Research. Die Aktien des Unternehmens gaben im nachbörslichen Handel in den USA am Mittwoch um 2 Prozent nach.

„Die Aussichten sind vorsichtig“, ergänzte Freedman. Dies sei wegen des Preisdrucks des Konkurrenten Intel zu erwarten gewesen. Der Bericht sei sehr durchwachsen gewesen, pflichtete ihm Cody Acree von Stifel Nicolaus bei: „Gute Gewinne je Aktie, aber die Umsätze lagen gerade mal im Rahmen der Erwartungen und die Umsatzerwartungen sogar darunter.“

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