E-Plus startet im Oktober mit neuen Tarifen
Mobilfunker wollen Subventionen kürzen

Mobiltelefone werden für den Endkunden voraussichtlich teurer. Denn die beiden führenden Mobilfunkbetreiber T-Mobile und Vodafone denken darüber nach, die Handysubventionen zu reduzieren und so ihre Kosten für das Anwerben neuer Kunden herunterzufahren. Damit stärken die Anbieter ihre operative Gewinnmarge.

slo DÜSSELDORF. „Hohe Handysubventionen sind sinnvoll, wenn man die Marktdurchdringung steigern will“, sagte ein Sprecher von T-Mobile. Mittlerweile haben aber mehr als 80 Prozent der Deutschen ein Mobiltelefon. Daher werde der Abbau der Subventionen forciert. Bereits im ersten Halbjahr habe man die Anwerbungskosten auf durchschnittlich 97 Euro pro Kunden gesenkt – vier Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Ein Sprecher von Vodafone D2 sagte: „Die Subventionen für Handys sind zu hoch.“ Man begrüße daher den Vorstoß von T-Mobile. Aus Branchenkreisen verlautete: „Wenn einer den ersten Schritt macht, folgen die anderen, schließlich wollen alle ihre Kundenakquisitionskosten senken und warten darauf, dass einer das Signal gibt.“ T-Mobile und Vodafone haben jeweils einen Anteil von etwa 40 Prozent im deutschen Markt.

Die Kosten für das Anwerben eines neuen Kunden liegen bei Vodafone bereits unter denen des Konkurrenten T-Mobile. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kostete ein neuer Nutzer das Unternehmen im Schnitt 81 Euro und damit genauso viel wie im Vorjahr. Die kleineren Mobilfunker E-Plus und O2 liegen nach Analystenangaben dagegen deutlich darüber. „Die kleineren Anbieter geben teilweise deutlich mehr als 200 Euro pro Vertragskunden aus, da die Unternehmen damit ihren Marktanteil auszubauen versuchen“, sagt Marcus Sander, Analyst bei Sal. Oppenheim, „doch so genau lässt sich die Höhe der Kundenakquisitionsausgaben nicht immer sagen, da die Unternehmen zum Teil unterschiedliche Definitionen haben.“ Meist fließen Subventionen für Mobiltelefone, administrative Kosten und Händler-Provisionen in die Summe ein, teilweise auch die Marketingausgaben.

Hintergrund für den Vorstoß von T-Mobile, die Subventionen zu senken, ist das Margenziel des Unternehmens. T-Mobile will für das Gesamtjahr eine Marge von 40 Prozent beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen vorweisen. Im ersten Halbjahr lag dieser Wert bei 37,5 Prozent – nach 41,3 Prozent im ersten Halbjahr 2003.

Unterdessen kündigte E-Plus, die Nummer drei im deutschen Markt, gestern neue Tarife für Minutenpakete an. Dabei kauft ein Kunde Bündel von 50 bis 500 Minuten zu einem monatlichen Festpreis ein. Eine Grundgebühr fällt nicht an. Mit den neuen Angeboten will das Unternehmen vor allem Kunden mit Guthabenkarten dazu bewegen, auf einen Zweijahresvertrag umzusteigen. Auch alle anderen Mobilfunkbetreiber haben Minutenbündel im Angebot. Im Gegensatz zur Konkurrenz bietet E-Plus Kunden jedoch die Möglichkeit, nicht genutzte Minuten im folgenden Monat abzutelefonieren.

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