E-Plus-Übernahme
EU hat offenbar Einwände gegen Telefónica-Deal

Die Telekom bekommt eine Schonfrist. Die EU hat offenbar Bedenken bei der Verschmelzung von Telefónica Deutschland mit dem Mobilfunker E-Plus zum dann größten Anbieter Deutschlands. Telefónica muss Zugeständnisse machen.
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Die EU-Kartellbehörden wollen Insidern zufolge die Übernahme von E-Plus durch Telefónica Deutschland in der geplanten Form nicht durchwinken. Zwei mit der Sache vertraute Personen sagten am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters, die Behörden würden in den kommenden Tagen Einspruch einlegen. Ein Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg bestätigt diese Informationen.

Nach dem Einspruch erhielten die betroffenen Unternehmen eine Liste der Einwände, hieß es weiter. Die EU-Kommission hatte im Dezember eine Prüfung des Geschäfts mit einem Volumen von 8,6 Milliarden Euro eingeleitet
Durch den Einspruch der EU ist der Deal aber keineswegs zum Scheitern verurteilt. Das sogenannte Statement of Objections ist vielmehr ein normaler Teil der vertieften Kartellprüfung, in dem Brüssel problematische Punkte aufzählt, die gegen die Übernahme sprechen. Telefónica Deutschland wird damit aufgefordert, diese Bedenken mit Zugeständnissen zu zerstreuen.

Die zum gleichnamigen spanischen Telefongiganten gehörende Telefónica hatte den Kauf von E-Plus für 8,6 Milliarden Euro im Sommer angekündigt. Sollte der Deal über die Bühne gehen, würden der dritt- und viertgrößte Mobilfunkanbieter in Deutschland fusionieren. E-Plus gehört zum niederländischen Telekom-Konzern KPN.

Durch die Fusion entstünde ein neuer Gigant auf dem deutschen Mobilfunkmarkt: Zusammen überrunden Telefónica Deutschland und E-Plus bei der Kundenzahl die bisherigen Marktführer Deutsche Telekom und Vodafone. E-Plus und Telefónica haben seit einem Jahrzehnt immer wieder über ein Zusammengehen gesprochen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.
Dana Heide
Handelsblatt / Korrespondentin

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