E-Plus-Übernahme
Telefonica macht im Kartellstreit Zugeständnisse

Im Kartellstreit geht Telefonica einen Schritt auf die EU-Kommission zu. Grund für die Probleme ist die geplante Milliarden-Übernahme von E-Plus, die die Wettbewerbshüter der EU auf den Plan rief.
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AthenTelefonica mit seiner Marke O2 geht im Tauziehen um die geplante Milliarden-Übernahme von E-Plus auf die Kartellwächter zu. Das Unternehmen habe Zugeständnisse angeboten, um grünes Licht für den Kauf des Mobilfunk-Rivalen in Deutschland zu erhalten, teilte die Kommission am Freitag mit.

Zum Inhalt des Angebots äußern sich die Wettbewerbshüter üblicherweise nicht. Über die Fusion soll bis zum 23. Juni entschieden werden. Telefonica zeigte sich optimistisch. „Wir bleiben zuversichtlich, dass wir die Genehmigung für die Übernahme im zweiten Quartal erhalten werden“, sagte ein Konzernsprecher. Das Unternehmen gehört zum gleichnamigen spanischen Telefon-Riesen.

Bei einer Kartellprüfung ist es üblich, dass Zugeständnisse angeboten werden. Die EU-Kommission hatte im Dezember eine vertiefte Prüfung des Deals mit einem Volumen von 8,6 Milliarden Euro eingeleitet und später ihre Bedenken angemeldet. Größte Sorge ist, dass die Mobilfunkpreise in Deutschland steigen. Telefonica Deutschland wurde aufgefordert, die Bedenken mit Gegenvorschlägen zu zerstreuen, beispielsweise durch die Abgabe von Marken oder Funkfrequenzen.

Telefonica Deutschland hatte Mitte 2013 den Kauf von E-Plus angekündigt. E-Plus gehört dem niederländischen Telekom-Konzern KPN. Sollte der Deal über die Bühne gehen, würden der dritt- und viertgrößte Mobilfunkanbieter in Deutschland hinter dem Primus Deutscher Telekom und Vodafone fusionieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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