E-Plus und O2 Fusion
Verdi sieht Arbeitsplätze in Gefahr

Eine Zusammenlegung von Service und Vertrieb, EU-Auflagen die den Spardruck für das Unternehmen verschärfen. Die anstehende Fusion von E-Plus und Telefónica sieht Verdi als ein erhebliches Risiko für Arbeitsplätze.
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BerlinDie Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sieht durch die bevorstehende Fusion der Mobilfunkunternehmen E-Plus und Telefónica in Deutschland Arbeitsplätze „in deutlichem Ausmaß“ in Gefahr. Die Zusammenlegung von Service und Vertrieb dürfte zu einem „erheblichen Risiko für Arbeitsplätze und Standorte“ werden, warnte Verdi am Donnerstag. Dieses Risiko werde durch die Auflagen der EU-Kommission, Netzkapazitäten abzugeben, noch verschärft, weil dies den Preisdruck am Markt und damit auch den Spardruck der Unternehmen erhöhe. Verdi sprach von einer „verfehlten Wettbewerbspolitik“.

Die EU-Kommission hatte Anfang Juli grünes Licht für die Übernahme von E-Plus durch den O2-Konzern Telefónica gegeben, dafür aber mehrere Auflagen gemacht. So muss Telefónica unter anderem einen Teil der Netzkapazitäten des neuen Unternehmens verkaufen.

In Deutschland gibt es nach der Fusion dann nur noch drei statt vier große Mobilfunkfirmen, die den Verbrauchern Handyverträge und Ähnliches anbieten. Laut Verdi beschäftigen Telefónica und E-Plus derzeit insgesamt 11.000 Menschen in Deutschland.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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