Ebay spaltet Paypal ab
3,2,1 – vorbei?

Ebay und Paypal gehen getrennte Wege: Ab heute werden die Unternehmen separat an der Börse gehandelt. Während Paypal bestens dasteht, kämpft Ebay mit Wachstumsproblemen und hat Mühe, mit der Konkurrenz Schritt zu halten.
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New YorkLange hat sich Ebay-Chef John Donahoe gegen die Aufspaltung gewehrt. Die Online-Handelsplattform Ebay und die Bezahltochter Paypal würden sich bestens ergänzen und gegenseitiges Wachstum fördern, hatte er stets argumentiert. Doch jetzt gibt es kein Zurück mehr. Ab Montag werden die beiden Unternehmen getrennt an der Börse gehandelt.

Es ist der Triumph des Carl Icahn. Der aktivistische Investor hatte sich im vergangenen Jahr genügend Anteile bei Ebay gekauft um auf die Aufspaltung zu drängen. Paypal sei das „Kronjuwel“ und könne losgelöst vom ewig gestrigen Onlinekaufhaus noch viel schneller wachsen. Nun wird sich zeigen, ob seine Strategie aufgeht.

Beide Unternehmen stehen vor ganz eigenen Problemen. Ebay, der einstige Internet-Star, braucht dringend ein klares Profil. In den 1990er Jahren ist das von Pierre Omidyar gegründete Unternehmen als Auktionshaus groß und erfolgreich geworden. Doch der Slogan „3,2,1.. Meins“ zieht schon lange nicht mehr. Heute ist Ebay eine Mischung aus Online-Kaufhaus im Sinne von Amazon und einer Plattform für gebrauchte Ware, die entweder ersteigert oder zu einem festen Preis gekauft werden kann. Gebrauchte Kleider der Designerin Diane von Fuerstenberg kann man dort genauso kaufen wie alte Briefmarken.

Die großen Trends der vergangenen Jahre hat Ebay jedoch verpasst. Da wäre zum Beispiel Etsy, die Plattform, über die Künstler Fotografien, Mode und eine ganze Reihe anderer handgemachte Produkte verkaufen. Für gebrauchte Möbel zieht es Internet-Käufer verstärkt auf die Plattform Move Loot und für gebrauchte Turnschuhe gibt es Kixify – die größte Plattform ihrer Art.

Ebay dagegen sucht noch nach einem klaren Profil. Die Handelsplattform hat 155 Millionen aktive Käufer, die pro Jahr Waren im Wert von 83 Milliarden Dollar darüber kaufen. Zwar ist Ebay profitabler als Paypal und konnte so nicht nur die Innovationen der Bezahltochter mitfinanzieren, sondern auch ein Aktienrückkaufprogramm starten, das vergangene Woche von zwei auf drei Milliarden Dollar aufgestockt wurde. Doch Paypal war auch der wesentliche Wachstumstreiber des gemeinsamen Unternehmens.

Allein plant Ebay den Umsatz in diesem Jahr um maximal fünf Prozent zu steigern. Und das auch nur, wenn man Währungseffekte außen vor lässt. Im zweiten Quartal ging der Umsatz – Währungseffekte mit eingerechnet – für Ebays zentrale Einheit Marketplace um knapp drei Prozent nach unten, auf 2,12 Milliarden Dollar.

Ebay habe viel Arbeit vor sich und er werde auch zu „harten Entscheidungen“ greifen, verspricht Konzernchef Devin Wenig. Zuletzt wurde eher aufgeräumt. Der Anteil von 28 Prozent an der Online-Anzeigenbörse Craigslist wurde zurückverkauft, das Ebay-Geschäft mit Unternehmenskunden ging für 925 Millionen Dollar an Finanzinvestoren. Der Kaufpreis machte eine Wertberichtigung von fast 800 Millionen Dollar notwendig, die den Gewinn des gesamten Konzerns auf schmale 83 Millionen Dollar schmelzen ließ.

Als Ebay im Sommer 2002 Paypal für 1,5 Milliarden Dollar kaufte, war die Rangordnung noch ganz anders. Die Idee war damals, dass ein eigener Bezahldienst die Abwicklung von Geschäften vor allem auf der Ebay-Auktionsplattform vereinfachen sollte. Doch Paypal entwickelte eine Eigendynamik weit über den Heimathafen hinaus. Zuletzt machten die Erlöse auf der Ebay-Plattform nur noch 22 Prozent des Geschäfts aus.

Paypal dagegen hat die Umsätze im zweiten Quartal um 16 Prozent auf 2,26 Milliarden Dollar gesteigert. Der Markt für Bezahlsysteme boomt. Auch bei der Entwicklung der Nutzerzahlen liegt Paypal trotz einer Abschwächung in Vergleich zu vergangenen Jahren klar vorn. Zuletzt wuchs die Zahl der Kunden um elf Prozent auf 169 Millionen. Im vergangenen Sommer lag die Wachstumsrate noch bei 14 Prozent. Ein Hacker-Angriff im vergangenen Jahr, nach dem alle Nutzer ihre Passwörter ändern sollte, hatte das Geschäft monatelang belastet.

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Paypal setzt auf Übernahmen

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  • gähnenderes als ebay und paypal gibt es doch kaum....ebay ist doch emotionsmäßig bei fast null angekommen; allein der schreibtechnische aufwand wenn mal was nicht stimmt hält mich von dieser plattform schon seit langem fern ... ist mit amazon schon fast genauso. und ein paypalkonto? gott bewahre...

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