Eigene Prognosen übertroffen
Nokia erlöst mehr pro Handy als erwartet

Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia hat im ersten Quartal seine Mobiltelefone teurer verkauft als erwartet. Pro Gerät habe der Verkaufspreis im Durchschnitt (ASP) bei 103 Euro gelegen und damit vier Euro über dem Niveau des Vorquartals, teilte die Gesellschaft am Dienstag in Helsinki mit.

HB HELSINKI. Analysten rechneten zuletzt im Schnitt mit einem Durchschnittserlös pro Handy von 98 Euro. Ursprünglich hatte Nokia eine stabile Entwicklung oder einen leichten Rückgang erwartet und im Januar eine Preis von bestenfalls 99 Euro in Aussicht gestellt. Insgesamt sei der Anteil günstigerer Handys an den Gesamtverkäufen geringer als erwartet ausgefallen, erklärte Nokia. Nokia-Aktien legten nach der Ankündigung des Unternehmens um fast vier Prozent zu auf 17,60 Euro.

Der Konzern hatte seine Preise gesenkt, um auf den harten Wettbewerb durch Konkurrenten wie Motorola oder Samsung zu reagieren. Zudem will Nokia mehr Geräte in Schwellenländern absetzen und hat dafür preisgünstigere Handys entwickelt. Nokia will am 20. April seine Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen.

Analysten äußerten sich überrascht über die Entwicklung. Experten hatten mit einem wachsenden Anteil billiger Handys gerechnet. Sollte diese Entwicklung aber gestoppt werden, könnte das den Herstellern zugute kommen, die ihre Marktanteile ausbauten, sagte ein Analyst.

Ende März hatte Nokia seine Prognose für das Wachstum des weltweiten Handymarkts angehoben. Das Unternehmen rechnet demnach mit einer Expansion von 15 Prozent oder mehr im vergleich zu den 2005 von allen Herstellern verkauften 795 Mill. Geräten.

Nokia will seine Geschäftszahlen für das erste Quartal nächste Woche Donnerstag vorlegen.

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