"Ein Blockbuster weniger pro Jahr"
ARD setzt auf Gebührenerhöhung

Der ARD-Vorsitzende Jobst Plog sieht „eine gute Chance“, dass die Rundfunkgebühren zum Jahreswechsel erhöht werden. Dies sei ein „erreichbares Ziel“, wenn neben der Sendergemeinschaft auch das ZDF und die Länder ihren Beitrag leisteten, sagte er am Mittwoch in Saarbrücken nach einer Konferenz der ARD-Intendanten.

HB SAARBRÜCKEN. „Strukturelle Maßnahmen, die ARD und ZDF selbst anpacken, werden sich erst mittel- bis langfristig auswirken“, sagte Plog. Dagegen hingen Entlastungen, die unmittelbar und kurzfristig Einfluss auf die Empfehlung der Gebührenkommission (KEF) haben, „von politischen Veränderungen ab“, betonte der NDR-Intendant.

Die KEF hatte vorgeschlagen, die Gebühr um 1,09 € auf 17,24 € im Monat zu erhöhen. Mehrere Bundesländer stellen sich gegen diese Pläne. Einsparpotenzial sieht Plog etwa bei den Landesmedienanstalten. In die 15 Aufsichtsgremien, die den privaten Rundfunk kontrollieren, fließen rund 30 Cent der Gebührenabgabe. Es sei auch bei den Ländern inzwischen die Bereitschaft erkennbar, über mögliche Zusammenlegungen nachzudenken, sagte der ARD-Vorsitzende.

Die Intendanten beschlossen auf ihrer Tagung zudem einen neuen Umlageschlüssel für das Fernsehen, der die kleinen Sender wie den Saarländischen Rundfunk und Radio Bremen weiter entlastet. Von 2005 an müssen diese Anstalten unter anderem weniger für Gemeinschaftsleistungen der ARD bezahlen.

„ARD aktuell“, die zentrale Fernseh-Nachrichtenredaktion der ARD mit Sitz beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg, wird weiterhin von Bernhard Wabnitz geleitet. Die Intendanten stimmten bei ihrer Sitzung einer Verlängerung des zum Jahresende 2004 auslaufenden Vertrags des Ersten Chefredakteurs zu. Die „ARD aktuell“-Redaktion produziert unter anderem die „Tagesschau“ und die „Tagesthemen“. Zur Länge des neuen Vertrages wurden keine Angaben gemacht. Zweiter Chefredakteur bleibt Kai Gniffke.

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