„Eine Anspruchsvolle Aufgabe“
René Obermann ist neuer Telekom-Chef

Neuer Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom wird erwartungsgemäß der bisherige Chef der Mobilfunktochter T-Mobile. Der 43-jährige René Obermann gehört bereits seit vier Jahren dem Vorstand der Telekom an und muss sich jetzt einem Thema besonders widmen.

HB BONN. Obermann folgt Kai-Uwe Ricke, der seinen Rückzug am Sonntag bekanntgegeben hatte. Das teilte das Unternehmen am Montag in Bonn mit. Der Vorstandswechsel geschah laut Angaben aus Konzernkreisen auf Druck der Bundesregierung und des Finanzinvestors Blackstone, der 4,5 Prozent des Bonner Konzern kontrolliert. Es soll auch einen Streit zwischen Ricke und Zumwinkel gegeben haben.

Obermanns Vertrag läuft fünf Jahre, wie Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel sagte. Er sei eine führungsstarke Persönlichkeit. Zumwinkel dankte Ricke für „den Schuldenabbau und die Konsolidierung“ in den vergangenen Jahren.

Es gehe nun darum, Herausforderungen wie das Internet zu meistern und den Aktienkurs der Telekom zu steigern, sagte der Aufsichtsratschef. Obermann sprach von einer anspruchsvollen Aufgabe. „Die Rahmenbedingungen werden in Zukunft schwierig bleiben“, betonte er und verwies dabei unter anderem auf Anstrengungen der Regulierer für mehr Wettbewerb. Zugleich lägen im technologischen Wandel Chancen für die Zukunft. „Wir werden es in Zukunft nicht allen recht machen können“, sagte Obermann. Man werde jeden Cent zwei Mal umdrehen müssen. Es sei ein Spagat zwischen Sparsamkeit und guter Leistung erforderlich. „Ich will, dass unsere Kunden mit unserem Unternehmen wieder rundum zufrieden sein können“, betonte der neue Telekom-Chef.

Hauptaufgabe von des 43-jährigen Obermann wird sein, die mit Problemen kämpfende Festnetzsparte T-Com wieder auf den Wachstumspfad zurückzuführen. Seit Jahresbeginn wechselten 1,5 Mill. Kunden zur Konkurrenz. Der Abfluss hatte Ricke im Sommer zur Senkung der Prognose für 2006 und 2007 zwang. Mit neuen Bündeltarifen will die Telekom den Schwund stoppen. Von Obermann wird zudem eine deutliche Verbesserung der Servicequalität erwartet.

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