Einen Schritt weiter als Daimler-Chrysler: Maut-Debakel lastet auf Telekom-Ergebnis

Einen Schritt weiter als Daimler-Chrysler
Maut-Debakel lastet auf Telekom-Ergebnis

Die LKW-Maut wird das Ergebnis der Deutschen Telekom für das vergangene Jahr mit voraussichtlich 440 Millionen Euro belasten. Das erfuhr das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen.

BONN. Demnach entsteht diese Belastung knapp zur Hälfte (210 Millionen Euro) durch Verluste und die Zahlung von Vertragsstrafen des Mautbetreiberkonsortiums Toll Collect, an dem die Telekom mit 45 % beteiligt ist. Dazu kommen Rückstellungen für künftige Verluste in Höhe von etwa 232 Mill. Euro. Dieses Minus werde unter anderem durch die Umrüstung der LKW-Mautgeräte entstehen. Das ist notwendig, da Toll Collect Anfang 2005 mit einer eingeschränkten Maut-Version starten will, bei der die Software der Mautgeräte nicht aktualisiert werden kann. Nach der Umrüstung soll das komplett funktionsfähige Mautsystem Anfang 2006 in Betrieb gehen.

Mit den Rückstellungen geht die Telekom einen Schritt weiter als der Toll-Collect-Partner Daimler-Chrysler. Der Autokonzern hat für 2003 lediglich Abschreibungen auf das Mautprojekt von 250 Mill. Euro vorgenommen.

Die Telekom wird am 10. März ihre Geschäftszahlen für 2003 vorlegen. Analysten erwarteten bisher einen Nettogewinn von etwa 1,5 bis 1,9 Mrd. Euro, der jetzt allerdings aufgrund der Belastungen durch Toll Collect entsprechend geringer ausfallen wird.

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