Einigung im Tarifstreit möglich
Telekom und Verdi nähern sich an

Am Montagabend wird möglicherweise eine Einigung im Tarifstreit zwischen der Deutsche Telekom und der Gewerkschaft Verdi gefunden. Beide Seiten zeigten sich zuversichtlich. Verdi hat bereits die Intensität des Streiks nach der Wiederaufnahme der offiziellen Verhandlungen gedrosselt.

lou DÜSSELDORF. In den Tarifstreit zwischen der Deutschen Telekom und Verdi ist offenbar Bewegung gekommen. Die Parteien, die auch am Wochenende weiter verhandelt haben, wollten sich zwar inhaltlich nicht zu den Gesprächen äußern. Beide zeigten sich aber zuversichtlich, dass man zu einer Einigung kommen könne. Die Konturen des Puzzles seien erkennbar, aber noch nicht das Gesamtbild, sagte Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder am Freitag. Der Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger betonte, er sei weiterhin verhalten optimistisch: „Wir werden wohl aller Voraussicht nach nächste Woche zu einer Einigung kommen.“

Bei dem Streit geht es um die Pläne der Telekom, 50 000 Service-Mitarbeiter in neue Einheiten auszugliedern, wo sie für weniger Geld länger arbeiten sollen. Gewerkschaft und Telekom haben bis einschließlich Dienstag ein Hotel in Bad Neuenahr für ihre Gespräche reserviert. Beobachter rechneten nicht vor Montagabend mit einem Ergebnis der Verhandlungen. Am kommenden Mittwoch soll erneut die Große Tarifkommission von Verdi tagen. Sie kann darüber entscheiden, ob sie das Verhandlungsergebnis annehmen und eine Abstimmung über das Ende des nun seit gut fünf Wochen andauernden Streiks einleiten will. Für ein Streikende muss ein Viertel der betroffenen Mitarbeiter stimmen. Für den Streikbeginn war ein Votum von drei Vierteln nötig.

Verdi hat die Intensität des Streiks nach der Wiederaufnahme der offiziellen Verhandlungen am vergangenen Mittwoch gedrosselt. Am Freitag legten 10 000 Telekom-Mitarbeiter ihre Arbeit nieder. Zuvor waren es täglich bis zu 16 000.

Viel Zeit für eine Einigung bleibt nicht mehr: Die Telekom will die neuen Service-Einheiten wie ursprünglich geplant zum 1. Juli starten – notfalls auch gegen den Widerstand der Gewerkschaft.

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