Einigung in wichtigen Punkten
Murdoch steht kurz vor dem Ziel

Dow Jones und der von Rupert Murdoch kontrollierte Medienkonzern News Corp. haben sich grundsätzlich darauf verständigt, wie die publizistische Unabhängigkeit des Wirtschaftverlages und seines publizistischen Flaggschiffs "The Wall Street Journal" gewahrt werden soll. Diese Streitfrage war bislang das größte Hindernis für eine Übernahme von Dow Jones durch Murdoch.

tor NEW YORK. Damit ist die Übernahme aber noch nicht unter Dach und Fach. Die Bancroft-Familie, die über Mehrfachstimmrechte Dow Jones kontrolliert, muss dem Abkommen noch zustimmen. Die Bancrofts sorgten sich bislang vor allem darum, dass Murdoch Einfluss auf die Redaktion des "Wall Street Journal" nehmen könnte. Auch über den Preis hat sich die 35köpfige Familie mit Murdoch noch nicht geeinigt. News Corp hat fünf Mrd. Dollar für den Wirtschaftsverlag geboten. Analysten vermuten, dass Murdoch sein Angebot noch etwas erhöhen könnte, um den Deal perfekt zu machen.

Die "New York Times" hatte zuletzt berichtet, auch wenn sich Murdoch und Dow Jones auf eine Klausel zum Schutz der Inneren Pressefreiheit verständigen sollten, könnten die Führung von Dow Jones und die Hauptanteilseignerfamilie Bancroft das Übernahmeangebot immer noch ablehnen. Im Kern geht es bei der Inneren Pressefreiheit um ein Abgrenzungsproblem: Der Verleger darf zwar die Blattlinie bestimmen, nicht jedoch die Tagesinhalte, über die die Redakteure autonom entscheiden.

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