Einigung mit IG Metall auf Beschäftigungssicherung
Benq gibt Siemens-Handywerkern Perspektive

Die Übergabe der Siemens-Handysparte an den taiwanesischen Elektronikkonzern Benq hat nun auch den Segen der IG Metall erhalten. Am Donnerstag gingen entsprechende Verhandlungen zuende. Die Werke Kamp-Lintfort und München sind die Gewinner, Ulm wohl der Verlierer.

HB/der BERLIN. Mit Benq sei ausgehandelt worden, dass die Standorte München (aktuell 1400 Mitarbeiter) und Kamp-Lintfort (2000 Mitarbeiter) zu zukunftsfähigen Produkthäusern ausgebaut werden sollten, sagte Siemens-Aufsichtsrat Wolfgang Müller von der IG Metall am Freitag in München. „Nach Jahren der Krise sehen wir für diese Standorte eine klare Zukunftsperspektive“, sagte Müller. Vor diesem Hintergrund sei die Zukunft von Ulm als drittem deutschen Standort allerdings ungewiss. Eine kritische Größe habe Ulm nicht.

Schon im nächsten Quartal sei die Einstellung von 70 Entwicklern in Kamp-Lintfort und von weiteren 100 in München geplant, teilte Müller weiter mit. Diese Ankündigung habe der Chef der Sparte, Clemens Joos, bei Gesprächen über das weitere Vorgehen gemacht. Im Zuge von seit längerem anstehenden Produktionsveränderungen würden in Kamp-Lintfort allerdings in der Fertigung noch 300 Stellen wegfallen, die betroffenen Mitarbeiter würden von einer Beschäftigungsgesellschaft von Siemens übernommen.

Siemens betonte am Freitag, der Arbeitsplatzabbau in der Produktion bleibe mit 340 Stellen so wie geplant. Die IG Metall, die im Laufe des Tages noch von 230 wegfallenden Stellen berichtet hatte, spricht nun von etwa 300 Arbeitsplätzen ohne Berücksichtigung der Neueinstellung von Entwicklern. Die Differenz zur Siemens-Zahl von 340 erklärte die Gewerkschaft durch die Umrechnung von Teilzeit- auf Vollzeitstellen.

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