Einkaufssender
HSE24 erzielt Rekordumsatz

Die Geschäfte bei dem Einkaufssender Home Shopping Europe laufen besser denn je. Mehr als eine halbe Milliarde wurde mit dem Verkauf von Mode, Schmuck und Co. umgesetzt. Und so soll es auch weitergehen.
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DüsseldorfDas Geschäft mit dem Verkauf von Mode, Schmuck, Kosmetik und Haushaltswaren im Fernsehen brummt. Der Einkaufssender Home Shopping Europe, bekannt durch den Sender HSE 24, erzielte im vergangenen Jahr das beste Geschäftsjahr seiner Geschichte. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 515 Millionen Euro.

Das hohe Wachstum soll auch in diesem Jahr weiter gehen. „Für das laufende Jahr sind wir sehr optimistisch und erwarten weiter steigende Umsätze“, sagte Richard Reitzner, langjähriger Geschäftsführer von HSE 24, dem Handelsblatt (Montagausgabe). Auch der Gewinn des Münchner Fernsehunternehmens legte im abgelaufenen Jahr abermals zu. „Wir konnten unser Ebitda steigern“, sagte Reitzner in Düsseldorf. Genauere Angaben zur Rendite wollte er nicht machen.

In diesem Jahr will das Unternehmen vor allem die Kaufangebote für mobile Endgeräte ausbauen. „Das Bestellen von Waren über mobile Endgeräte wie iPad oder Mobiltelefon explodiert derzeit“, sagte der Senderchef. Bereits im vergangenen Jahr erzielte HSE 24 im Internet und über mobile Endgeräte einen Umsatz von 109 Millionen Euro. Das entspricht einer Quote von 21 Prozent. „Mittelfristig werden wir 30 Prozent des Umsatz mit Internet und Mobil machen“, kündigt Reitzner an. Nach Unternehmensangaben wurden knapp die Hälfte aller Neukunden im vergangenen Jahr bereits über das Internet gewonnen.

Home Shopping Europe betreibt in Deutschland drei und in Italien sowie Russland jeweils einen Einkaufssender. Über eine weitere Auslandstochter wird derzeit nachgedacht. Doch eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagte Reitzner.

Ursprüngliche Pläne nach Spanien zu expandieren, wurden angesichts der desolaten wirtschaftlichen Situation des Landes wieder aufgegeben. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 670 Mitarbeiter. Auch in diesem Jahr wird der Sender neue Arbeitsplätze schaffen.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa

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  • hallo ihr leute,

    ich habe so eben erfahren, dass die Verbraucherzentrale erklärt hat, die fat-bouner gesundheitlich schädlich ist man solle bitte sich normal ernähren und kein fat- bouner kaufen es ist nur ein hinaus geworfenes geld. bitte weiter sagen.

  • „Alleinerziehend, ungepflegt, fett, Kinder verzogen und respektlos …“

    Klingt (fast) wie der Bundesdurchschnitt aller Frauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die täglich unglaublich viel Lebenszeit vor dem Fernseher verbringen. Die jeweiligen Anbieter machen es ihnen besonders leicht. Einkaufen ohne Risiko, Ratenzahlung inklusive und Umtausch binnen 30 Tagen.

    Die meisten Bestellungen sind sicher Frustkäufe vieler Kunden, die für wenige Augenblicke aus ihrem tristen Alltag entfliehen möchten. Ersatzbefriedigungen der besonderen Art. Da arme Menschen oftmals sozial isoliert leben, sind die TV-Shoppingsender nicht nur ein Warenhaus, sondern eine Begegnungsstätte. Ein Treffpunkt, wo die Moderatoren in die Rolle eines „guten Bekannten“ schlüpfen und jeder Zuschauer seinen eigenen Lieblingsmoderator hat, den man in der Sendung sogar anrufen kann. Interaktion möglich.

    Dennoch bleiben es geschickte und geschulte Verkäufer, die ihren Kunden durch die Kamera direkt in die Augen schauen und sich selten von ihnen abwenden. Das gefällt dem Publikum, denn gleichzeitig bekommen sie die Dinge erklärt, die sie kaufen sollen. In den Geschäften nimmt sich dafür niemand mehr die Zeit. Einsame Menschen fühlen sich dabei besonders wohl, denn sie bekommen das Gefühl, das sie wichtig sind und dass dort jemand ist, der sie anspricht und vorgibt, die Bedürfnisse der Zuschauer zu verstehen. Der oft zu hohe Preis wird durch die gekonnte Inszenierung zur Nebensache. Schnäppchen sind es nie, aber die Dienstleistung als solche hat durchaus einen Mehrwert für den Erfolg.

  • Daran sieht man die Doofheit Deutscher.
    Beim mir im Haus wohnt auch so einen Tussie.
    Alleinerziehend, ungepflegt, fett, Kinder verzogen und respektlos, die bestellt auch jeder Scheiss, aber mal wählen gehen, dafür sind sie dann zu blöd.
    Typischer Standdardsatz: „Ich kann ja eh nichts ändern, und die machen doch sowieso was sie wollen!“
    Das ist mit der Eurokrise der Grund, warum ich ernsthaft überlege, in ein nichteuropäisches Land auszuwandern!
    Ich kann diese Dummheit und Kleinbürgerlichkeit meiner Mitmenschen, einfach nicht mehr länger ertragen.

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