Einkaufssender
QVC kehrt auf Wachtumspfad zurück

Die Wirtschaftskrise lässt die deutschen Einkaufssender weitgehend kalt. Marktführer QVC ist wieder auf den Wachstumspfad zurück gekehrt. Das Tochterunternehmen des Medienkonzerns Liberty Media steigerte im vergangenen Jahr seinen Umsatz um drei Prozent auf 654 Millionen Euro.

DÜSSELDORF. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuer und Abschreibungen (Ebitda) legte ebenfalls um knapp drei Prozent auf 106 Mio Euro (Vorjahr: 103 Mio.) zu. "Die strategischen Weichenstellungen des letzten Jahres im Produkt- und Onlinebereich sowie unsere Investitionen in eine weitere Optimierung von Logistikprozessen und Call Centern tragen Früchte" sagte Senderchef Ulrich Flatten. Nach eigenen Angaben erzielte der Düsseldorfer Teleshoppingkanal das zweitbeste Ergebnis seiner zwölfjährigen Firmengeschichte.

Für 2009 ist QVC trotz der schwierigen Binnenkonjunktur zuversichtlich. Flatten kündigte weiteres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis an. Vor allem die Erlöse über das Internet will der QVC-Chef vorantreiben. Im vergangenen Jahr machte der Branchenprimus mehr als 66 Mio. Euro über Online-Verkäufe.

Auch die Nummer zwei unter den deutschen Einfkaufssenders, HSE 24, ist optimistisch. Der Kanal des Handelskonzerns Arcandor erzielte im Geschäftsjahr 2007/2008 einen um 14 Prozent gestiegenen Rekordumsatz von 349 Mio. Euro. Im Jahr zuvor verzeichnete der Münchener Sender Erlöse von 306 Mio. Euro. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2008/2009 legte HSE 24 trotz schlechter wirtschaftlichen Bedingungen bei den Erlösen nochmals um drei Prozent auf 95 Mio. Euro zu.

Auch der Auktionssender 1-2-3.tv schrieb von Oktober bis Ende Dezember nach eigenen Angaben das beste Quartal seit Gründung. "In Krisenzeiten sind Restposten und Lagerüberhänge, die wir aufkaufen, gefragt", sagte Geschäftsführer Andres Büchelhofer. Vergangenes Jahr steigerte 1-2-3.tv seine Erlöse auf annähernd 88 Mio. Euro, ein Plus von 13 Prozent.

Verluste schreibt hingegen der Einkaufssender Channel 21 (früher als RTL Shop) bekannt. Der Kanal des Finanzinvestor Aurelius macht aber keine Angaben zum Verlust. Doch noch in 2009 soll der Sender in Hannover die Gewinnschwelle erreichen. Das vergangene Jahr steigerte Channel 21 seinen Umsatz auf 92 Mio. Euro (Vorjahr: rund 80 Mio.).

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa
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