Einstieg in Großbritannien und Frankreich anvisiert
MGM drängt auf die Mattscheiben der Welt

Das MGM-Hollywood-Studio drängt auf den internationalen Fernsehmarkt – Hilfe vom großen Bruder Sony hat es dabei nicht nötig.

CANNES. Das traditionsreiche Hollywood-Studio Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) setzt im internationalen Fernsehgeschäft auf aggressives Wachstum. „Wir sind weltweit in nahezu 120 Ländern mit eigenen Kanälen vertreten. Weitere sollen hinzu kommen“, sagte MGM-Fernsehchef Bruce Tuchman auf der Filmmesse Mipcom in Cannes. MGM hatte in den vergangenen vier Jahren die Zahl seiner Spielfilmkanäle vervierfacht. Seine weltweite TV-Expansion will MGM aber unabhängig vom neuen Gesellschafter Sony betreiben. An Selbstbewusstsein fehlt es MGM nicht. „Wir betreiben ein profitables Geschäft und wachsen sehr schnell“, sagte Tuchman gestern dem Handelsblatt.

Sony hatte im April nach einem monatelangen Bieterkampf MGM in einem Konsortium mit dem amerikanischen Kabelkonzern Comcast und Finanzinvestoren wie Providence, Texas Pacific und DLJ Merchant Banking Partner für eine Summe von 4,8 Mrd. Dollar übernommen. MGM gehörte zuletzt dem US-Milliardär Kirk Kerkorian. Sony ist nach der Übernahme mit einem Aktienpaket von rund 20 Prozent allerdings nur Minderheitsgesellschafter.

Trotzdem hat der japanische Elektronikkonzern die Zusammenlegung des internationalen Lizenz- und DVD-Handels durchgesetzt. Im Fernsehgeschäft agieren MGM und Sony außerhalb der USA allerdings unabhängig voneinander. Hilfe vom großen Bruder braucht MGM offenbar nicht. „Wir setzen im Programm unserer Fernsehkanäle auch weiterhin auf unsere Filmbibliothek. Sie ist das Rückgrad unseres Geschäfts“, sagt Tuchman. Das Hollywood-Studio verfügt über 4000 Spielfilme, darunter Klassiker wie „Der rosarote Panther“ oder „Rocky“ und über Serienhits wie „Stargate Atlantis“.

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