Einstweilige Verfügung legt Werbeoffensive lahm: Tele2 will T-Com-Kampagne stoppen

Einstweilige Verfügung legt Werbeoffensive lahm
Tele2 will T-Com-Kampagne stoppen

Mit einer Einstweiligen Verfügung hat Tele2 die gerade gestartete Kampagne zu den neuen Tarifen der T-Com gestoppt.

HB DÜSSELDORF. Die Werbung führt aus Sicht von Tele2 in die Irre und verstößt gegen das Wettbewerbsrecht. Das Landgericht Hamburg habe der Telekom mit sofortiger Wirkung untersagt, die Aussagen zu wiederholen, erklärte Tele2. Die Entscheidung des Landgerichts kann noch angefochten werden.Telekom-Sprecher Frank Domagala äußerte sich kämpferisch: „Wir werden alle rechtlichen Schritte prüfen. Die Reaktion von Tele2 zeigt, dass wir mit unseren neuen Tarifen den Nerv des Marktes getroffen haben.“

Die Telekom-Werbung führe die Konsumenten in die Irre, erklärte Hermann Riedl, Marketing-Direktor von Tele2. So werbe die Telekom mit der Aussage, dass ihre Preise bis zu 75 Prozent gesenkt würden. Zwar sei die Taktung für die Abrechnung dem Standard anderer Anbieter von einer Minute angepasst worden. Die Telekom verschweige jedoch, dass beispielsweise für den neuen Tarif „Call Plus“ ein im Vergleich zu den früheren Tarifen erhöhter Grundpreis verlangt werde, kritisierte Tele2 unter anderem. Ein objektiver Preisvergleich zwischen dem bisherigen und dem neuen Tarifsystem sei zudem nicht möglich.

Die Telekom hatte ein neues Tarifsystem für das Festnetz angekündigt, um ihre Position im Wettbewerb zu stärken. Danach will sie ab dem 1. März erstmals einen Pauschalpreis für Gespräche im Ortsnetz anbieten. Die Flatrate „XXL Local“ für kostenlose Gespräche im eigenen Vorwahlbereich zu jeder Zeit koste monatlich 9,95 Euro. Alle neuen Tarife würden im Minutentakt abgerechnet. Der Preis für City-Gespräche im Standard-Tarif „Call Plus“ liege in der Nebenzeit künftig bei 1,5 Cent pro Minute statt bisher sechs Cent im Vierminutentakt.

Deutschlandweite Ferngespräche kosteten dann 2,9 Cent je Minute in der Nebenzeit und damit 52 Prozent weniger. Der Preis für Ferngespräche in der Hauptzeit sinke um 59 Prozent auf 4,9 Cent.

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