Einzig Intel und Texas Instruments koppeln sich vom Negativtrend der Branche ab
Chipindustrie wächst nur langsam

Die Halbleiterindustrie muss sich auf ein hartes Jahresende einstellen.

jojo MÜNCHEN. Die rasant gestiegenen Energiepreise sowie Überkapazitäten in der Chipproduktion würden das Wachstum bremsen, warnen die Analysten von I-Suppli. Die Experten nehmen deshalb ihre Prognose zurück: Statt einem Umsatzplus von knapp sechs Prozent in diesem Jahr rechnen sie nun nur noch mit einem Zuwachs von 2,4 Prozent auf 238 Mrd. Dollar.

Die gestiegenen Ölpreise würden den Konsum bremsen, warnen die Marktforscher. Davon seien die Chiphersteller massiv betroffen. Sie verkaufen ihre Produkte vor allem an Handyproduzenten sowie Computer- und Autobauer, die stark von den Einkäufen der Endverbraucher abhängig sind. Die schwierige Lage zeigt sich bereits in den Zahlen der Industrie. So fiel der Umsatz der Taiwaner TSMC im August um ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr. TSMC ist der achtgrößte Chiphersteller der Welt.

I-Suppli geht davon aus, dass die Industrie im kommenden Jahr wieder leicht aufatmen kann: 2006 werden die Umsätze nach Ansicht der Analysten um 4,3 Prozent anziehen. Andere Marktforscher rechnen sogar mit einem zweistelligen Plus.

Nur wenige Chipanbieter können sich momentan der Branchenflaute entziehen. Dazu gehören unter anderem Intel und Texas Instruments (TI). Beide Unternehmen sind Spitzenreiter in ihrem Bereich: Intel beherrscht 80 Prozent des wichtigen Markts für Prozessoren. TI ist der mit Abstand größte Hersteller von Handy-Chips.

Dies lässt beide Unternehmen besser dastehen als die meisten ihrer Konkurrenten. So erwartet Intel für das laufende Quartal erneut einen Rekordumsatz. Die Kalifornier kündigten an, die Einnahmen im dritten Quartal würden zwischen 9,8 und 10 Mrd. Dollar liegen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr erreichte der Umsatz lediglich 8,5 Mrd. Dollar. Ausschlaggebend für das Wachstum sei die hohe Nachfrage nach Laptop-Chips, heißt es bei Intel: „Wir sehen ein gesundes Wachstum im weltweiten PC-Geschäft“, unterstrich Finanzchef Andy Bryant. Mit neuen, stromsparenden Prozessoren will Intel zudem Marktanteile erobern.

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