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"Eipott": Ein Eierbecher macht Karriere

Der Streit um den "Eipott" zeigt: Apple hat sich die Marke iPod für alle Fälle gesichert. Auch außerhalb der eigenen Branche zeigt das Unternehmen sich von solchen Wortschöpfungen massiv gestört.

Der "Eipott" von Koziol ist dem Apple-Konzern ein Dorn im Auge. Quelle: dpa
Der "Eipott" von Koziol ist dem Apple-Konzern ein Dorn im Auge. Quelle: dpa

FRANKFURT. Wird der neueste Hit aus den Labors von Apple ein kultiger Eierbecher sein? Folgt man der nun publizierten Urteilsbegründung im Streit um den "Eipott" der Odenwälder Firma Koziol, könnte man das vermuten. "Die Gemeinschaftswortmarke iPod ist unter anderem für ,Geräte und Behälter für Haushalt und Küche? geschützt", heißt es dort.

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Der skurrile Fall zeigt, wie weitreichend Apple seine Markennamen hat sichern lassen. Der "Eipott" - ein Eierbecher in der angedeuteten Form des iPods und mit einem Becher, der an das Navigationsrad des iPods erinnert - ist den Apple-Oberen ein Dorn im Auge. Drei Anläufe vor deutschen Gerichten starteten sie, um den Verkauf des witzigen Eierbechers zu stoppen.

Ende letzter Woche bekam Apple vom Oberlandesgericht Hamburg recht, allerdings wurde nur der Name verboten, nicht das Produkt selbst. Zwar dürfte ein Eierbecher mit dem Apfel-Logo kaum auf der Agenda der Apple-Labors stehen. Gleichwohl geht der Konzern knallhart gegen Wortschöpfungen auch jenseits der IT-Branche vor.

Wer am Ende der Gewinner sein wird, ist völlig offen, unabhängig vom aktuellen Urteil der Richter. Denn der skurrile Fall sorgt für Aufsehen. In den Internetforen stapeln sich die höhnischen Kommentare. Endlich herrsche Klarheit, nachdem er vergeblich versucht habe, Musik vom Computer auf den "Eipott" zu laden, ätzt ein Nutzer mit Blick auf die von Apple ins Feld geführte "Verwechslungsgefahr".

Bei Koziol gibt man sich entspannt und nutzt die plötzliche Publizität. Fett prangt seit Neuestem ein Link mit "Eierbecher-News" auf der Internetseite. Gleichwohl will man den Anspruch von Apple nun abschließend vor Gericht prüfen lassen, heißt es.

  • 25.08.2010, 18:21 UhrAnonymer Benutzer: Michael

    dann heißt das Ding vermutlich zukünftig ibecher? Apple sollte sich lieber um die Antennenprobleme vom iPhone4 und die schlechte Performance des iPhone3 mit dem neuen betriebssystem kümmern...

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