Elektro-Boom
Autobauer bringen Chipbranche rosige Aussichten

Durch den technischen Fortschritt werden immer mehr Elektronikanteile in den Autos der neuesten Generation verbaut. Klar, dass das die Chipindustrie freut. Die gewinnt durch die Entwicklung immer mehr Vorteile.
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MünchenDie weltweite Chipindustrie profitiert in den kommenden Jahren einer Studie zufolge immer stärker vom Autobau. Durch den wachsenden Elektronikanteilen in den Fahrzeugen werde der Halbleiterumsatz mit den Herstellern bis 2017 jährlich um gut neun Prozent auf 40 Milliarden Dollar wachsen, teilte die Beratungsfirma PwC am Donnerstag mit. „Die steigende Nachfrage aus dem Automobilsektor bietet Chipherstellern die Chance, sich unabhängiger vom äußerst wettbewerbsintensiven Geschäft mit Standardkomponenten für die Computer- und Telekommunikationsbranche zu machen“, sagte PwC-Analyst Werner Ballhaus. Die Stammabnehmer in der IT bleiben zwar die größten Umsatzbringer für die Chiphersteller, das Wachstum aus dem Sektor werde trotz des Tablet-Booms allerdings nur um gut sechs Prozent auf 153 Milliarden Dollar wachsen - Grund dafür sei der knallharte Preiskampf. Der Gesamtmarkt werde auch dank der wachsenden Verbreitung von Smartphones auf 400 Milliarden Dollar von zuletzt 292 Milliarden Dollar zulegen.

Für die deutschen Spezialisten Infineon und Dialog Semiconductor ist die PwC-Prognose ein gute Nachricht. Infineon hat sich auf Halbleiter für Autos, Industrie und Sicherheitstechnik konzentriert, die schwäbische Dialog auf Modelle für Smartphones. Die Amerikaner Intel und AMD dürften es dagegen schwerer haben. Ihre Produktpalette ist noch weitgehend auf klassische PCs und Server ausgerichtet. Den Einzug ins Handys und Computerflundern haben sie verschlafen, während in dem Bereich der britische Rivale ARM an ihnen vorbeizog. Intel baute zudem erst vor kurzem ein Zentrum für Auto-Elektronik in Karlsruhe auf.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Eine kleine Science Fiktion Story zur Auflockerung der drögen Fakten:

    Das später tödliche Ende des Gebrauchtwagenhandels ist hiermit ausdrücklich eingeläutet!

    Die Kfz der Zukunft werden zu Einwegmodellen die nur noch von Fachwerkstätten repariert werden können welche über den Code verfügen. Damit liegt es einzig in deren Hand über den Reparaturpreis zu bestimmen ab wann der Neukauf preiswerter wird als eine Reparatur:

    Die Codices der Einzelkomponenten des Kfz wie Einspritzpumpe, Kat, Lima etc. müssen sich beim Zentralrechner des Kfz mittels Code anmelden.
    Dieser Code ist in den Chips der Komponenten fest "versteckt" eingebaut und vermutlich nur sehr aufwendig zu "entsperren". Bekannt ist er nur dem Hersteller (nehmen wir zur Verdeutlichung an dass dieser im Ausland sitzt), welcher sich weigert den Code (256 Bit Veschlüsselung übelster Art oder noch doller) zu veröffentlichen.
    Sie bauen gebrauchte oder Billigkomponenten ein und stellen nun fest, dass diese sich nicht am Zentralrechner anmelden können... Zu deutsch, die Elektronik der Zentralsteuerung verweigert die Ansteuerung der Komponenten! Auch die Tuningteile dürfen nicht mehr mitspielen.
    Und was tun Sie als Verbraucher dann?
    Sie wenden sich an "den Politiker Ihrer Wahl" welcher dann wie Dschingis Khan in China wütet, oder den USA oder Japan?
    Der vertritt Sie dann genauso gut wie letztens beim Fleisch oder Ehec!


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