Elektrokonzern will auf deutschem Markt aufholen
Schneider Electric sieht Nachholbedarf

Der Elektrokonzern Schneider Electric will seine Präsenz in Deutschland ausbauen. Bisher kommt der französische Anbieter bei einem Konzernumsatz von rund zehn Mrd. Euro in Deutschland lediglich auf einen Umsatz von 300 Mill. Euro. 2004 ist der Umsatz in Deutschland zwar um fünf Prozent gestiegen.

gil HANNOVER. Jean-Pascal Tricoire, der Nummer zwei des Konzerns, ist dies aber nicht genug. „Wir wollen zuerst organisch wachsen, werden aber auch weiter zukaufen“, sagte er dem Handelsblatt auf der Hannover-Messe.

Bei seiner Expansionsstrategie in Deutschland wendet sich Schneider vor allem an den Mittelstand. „Wir wollen Partner der Industrie sein“, sagte Tricoire, „mit unserer globalen Präsenz können wir den Kunden spezialisierte Lösungen anbieten.“ Schneider ist weltweit tätig und erzielt nur 15 Prozent seines Umsatzes im Stammland Frankreich.

Im Gegensatz zum Gesamtkonzern macht Schneider in Deutschland rund zwei Drittel des Umsatzes mit Automatisierungslösungen. „Unser größter Kunde ist Daimler Chrysler“, sagte der Schneider-Manager. Zudem wendet sich Schneider an den Maschinenbau und die Verpackungs-Industrie.

Bei den Zukäufen geht Schneider vorsichtig vor, obwohl die Kasse nach der untersagten Übernahme des Wettbewerbers Legrand mit rund drei Mrd. Euro gut gefüllt ist. 2004 hat sich Schneider mit 46 Prozent an der Elau AG in Marktheidenfeld beteiligt, einem Spezialisten für Antriebe und Steuerungen für Verpackungsmaschinen mit 40 Mill. Euro Umsatz.

Erhard Schmitt, Analyst bei Helaba-Trust, führt die schwache Position von Schneider in Deutschland auf die starke regionale Konkurrenz von Siemens und ABB zurück. Auch habe sich Schneider andere regionale Schwerpunkte gesetzt.

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