Elektronikbranche
Kontron: Kein Verlust in Sicht

Der Steuerungscomputerhersteller Kontron muss einen Gewinnrückgang hinnehmen. Analysten schockt das nicht. Und fürs laufende Jahr wagt das Unternehmen zwar keine Prognose. Eine kleine gute Nachricht gibt es dennoch.

HB MÜNCHEN. Der Steuerungscomputerhersteller Kontron hat im zweiten Quartal erwartungsgemäß einen Gewinnrückgang verbucht. Der Überschuss sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 5,5 Mio. Euro von acht Mio. Euro geschrumpft, teilte das Unternehmen aus Eching bei München am Montag mit. Der Umsatz sank auf 110 Mio. Euro von zuvor 127 Mio. Euro. Die Ergebnisse lagen im Rahmen der Erwartungen von Analysten.

Die Rückgänge erklärte Kontron mit der Schwäche der Märkte Industrieautomatisierung und Infotainment sowie mit Kosten für ein laufendes Renditeprogramm und den damit verbundenen Stellenabbau. Im ersten Halbjahr habe die Firma rund 120 seiner gut 2400 Stellen gestrichen.

Das Niveau des Auftragsbestand habe Kontron knapp unter dem des Vorjahres bei 301,4 Mio. Euro gehalten, hieß es. Das Volumen der neuen Rahmenaufträge (Design Wins) sei sogar um fast ein Drittel auf 196,4 Mio. Euro gestiegen.

Dennoch wagte Unternehmenschef Ulrich Gehrmann nach mehr als der Hälfte des Jahres weiterhin keine konkrete Prognose für 2009. "Der Kontron-Vorstand geht von keiner kurzfristigen Besserung der Weltkonjunktur aus", hieß es. Ein Verlust sei jedoch nicht in Sicht. Wegen der vielfältigen, internationalen Absatzmärkte und dem anhaltenden Trend, Aufträge für Computersteuerungen an Spezialisten auszulagern sehe Kontron "beste Chancen, weiter profitabel im Markt zu bestehen und Marktanteile hinzuzugewinnen".

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