Elektronikbranche: Medien: Macht Sony Fabriken dicht?

Elektronikbranche
Medien: Macht Sony Fabriken dicht?

Die schlechten Nachrichten von Sony reißen nicht ab - wenn man einem Bericht der "Times" glauben schenken darf. Demnach erwägt Sony drastische Kosteneinsparungen. Gleich mehrere Werke sollen vor der Schließung stehen.

HB TOKYO. Der Unterhaltungselektronikkonzern Sony erwägt einem Pressebericht zufolge die Schließung japanischer Fabriken und großer Abteilungen. Im kommenden Monat könnte es soweit sein, schreibt die „Times“ unter Verweis auf Unternehmenskreise in einem Bericht am Montag. Ein Sony-Sprecher wies hingegen zurück, dass solche Pläne existierten. Sony hat mit sinken Umsätzen und sich auftürmenden Lagerbeständen zu kämpfen, das alles bei einem starken Yen.

Sony bereite sich auf eine Reihe von Maßnahmen vor, mit denen das Heimatgeschäft reduziert und der Konzern insgesamt umgebaut werde, schreibt die Zeitung. Der Hersteller von Unterhaltungselektronik hatte bereits im Dezember einen Sparplan über 1,1 Mrd. Dollar (790 Mio. Euro) für die Elektroniksparte verkündet.

Danach will der japanische Elektronikriese weltweit 16 000 Stellen streichen - der heftigste Stellenabbau durch ein japanisches Unternehmen seit Beginn der Weltwirtschaftskrise.

Im Zuge des drastischen Umbaus will der zweitgrößte Hersteller von Konsumelektronik der Welt auch Investitionen drosseln, Produktion auslagern und sich von unprofitablen Geschäftsbereichen trennen. Auf diese Weise sollen bis März 2010 mehr als 100 Mrd. Yen (340 Mill. Euro) eingespart werden, wie der krisengeplagte Konzern am Dienstag mitteilte.

Von den Stellenstreichungen sind 8 000 Festangestellte im Elektronikbereich betroffen, das sind fünf Prozent der weltweiten Belegschaft in der von der Krise besonders hart getroffenen Sparte. Außerdem fallen 8 000 Zeitarbeiter-Stellen weg. Wie der Konsumelektronik- und Playstation-Hersteller weiter bekanntgab, plant Sony die Zahl der Fertigungsstätten in aller Welt von derzeit 57 bis zum März 2010 um rund zehn Prozent zu reduzieren.

Analysten zufolge braucht das Unternehmen aber weitere und vor allem größere Restrukturierungsmaßnahmen, um wieder wachsen zu können.

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