Elektronikkonzern Huawei
Sicherheitsspezialisten sollen Router prüfen

Der chinesische Elektronikkonzern Huawei will die Sicherheitslücken an seinen Internetroutern prüfen. Wegen großer Mängel wurde vor den Routern gewarnt. Die Lücken erlauben das Ausspähen von Daten in Netzwerken.
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HongkongDer chinesische Elektronikkonzern Huawei will die Kritik von Sicherheits-Fachleuten an seinen Internetroutern prüfen. Dem Unternehmen seien "Medienberichte über Sicherheitslücken" bekannt, erklärte Huawei am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Teilnehmer der Hackerkonferenz DefCon in Las Vegas hatten am Wochenende wegen großer Sicherheitsmängel vor Huawei-Routern für den Internetzugang gewarnt.

"Huawei hat strenge Sicherheitsstrategien und -richtlinien, um die Netzwerk-Sicherheit unserer Kunden zu schützen", erklärte die chinesische Firma. Das Unternehmen halte sich an Industriestandards und erprobte Technologien. Felix Lindner von der Berliner Unternehmensberatung Recurity Labs hatte dagegen am Sonntag auf der DefCon gesagt, es seien nur einfache Hackerkenntnisse nötig, um Huawei-Router zu knacken - und sich so in Netzwerke einschleusen und Daten ausspähen zu können. Die Technologie der Huawei-Router sei auf dem Stand der 90er Jahre.

Huawei Technologies ist in Asien, Afrika und im Nahen Osten bereits ein führender Anbieter und versucht, sein Geschäft auch in den USA und Europa zu vergrößern. In Deutschland stammen unter anderem viele Surfsticks für mobiles Internet per Handynetz von Huawei.

Das Unternehmen wurde von einem ehemaligen Ingenieur der chinesischen Volksarmee gegründet und soll daher angeblich enge Kontakte zum Militär und zur Führung in Peking haben. In Australien war der Konzern vor einigen Monaten aus Furcht vor Cyberangriffen vom Nationalen Breitband-Netzwerk ausgeschlossen worden, das die Mehrheit der Australier ans besonders schnelle Internet anschließen soll.

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