Elektronikkonzern
Sanyo blickt verstärkt nach Europa

Der japanische Elektronikkonzern Sanyo blickt im Zuge seines Restrukturierungsprogramms verstärkt nach Europa. Insbesondere bei Umwelttechnologien wie wiederaufladbaren Batterien oder Solarzellen hat das Unternehmen dabei vor allem den deutschen Markt im Visier.

dpa TOKIO. So gebe es mit Volkswagen eine Vereinbarung zur Schaffung eines Batteriesystems für Hybrid-Autos, sagte Mitsuru Homma, Vorstandsmitglied und Direktor für den Bereich Power Solutions, am Mittwoch einer Gruppe europäischer Journalisten in Tokio. „Deutschland ist ein sehr wichtiger Markt“, sagte Homma. Ein Schwerpunkt soll dabei die deutsche Automobilindustrie sein.

Sanyo hatte das vergangene Geschäftsjahr 2005/2 006 wegen hoher Umstrukturierungskosten mit einem Nettoverlust von 205,6 Mrd. Yen abgeschlossen, nach einem Fehlbetrag von 171,5 Mrd. Yen im vorangegangenen Geschäftsjahr. Künftig konzentriert sich Sanyo verstärkt auf den Umwelt- und Energiemarkt. So will Sanyo, das in Ungarn über eine Fertigungsstätte verfügt, seine Position als führender Hersteller von wiederaufladbaren Batterien deutlich ausbauen und den Umsatz bis 2010 auf rund 4,5 Mrd. Euro fast verdoppeln. Der Anteil am Konzernumsatz soll bei 17 Prozent bleiben.

Bis etwa 2010/2 012 peile man eine operative Gewinnmarge in diesem Geschäftsbereich von etwa zwölf bis 13 Prozent an, sagte Homma. Dazu soll die neue Hochleistungs-Batterie „eneloop“ beitragen, die über 1 000 Mal aufgeladen werden kann und im Juli auf den europäischen Markt kommt. Auch im Solargeschäft will Sanyo in den nächsten Jahren seine Investitionen deutlich aufstocken. So soll die Produktionskapazität bis 2010/2 011 verdreifacht werden. Bis zum Geschäftsjahr 2010 (31. März) will das Unternehmen so von Platz vier (2005) zu einem der drei führenden Hersteller der Welt aufsteigen.

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