Elektronikkonzern
Sharp dämmt Verluste ein

Der Elektronikkonzern konnte seinen Verlust dank Sanierungsmaßnahmen senken. Trotzdem schreibt Sharp nun schon im dritten Jahr in Folge rote Zahlen. Konkurrenten aus Südkorea und China setzen dem Unternehmen zu.
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TokioBeim Display-Produzenten Sharp zahlt sich der Sparkurs des neuen Eigentümers Foxconn aus. Der Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis Ende März) lag nur noch bei umgerechnet 205 Millionen Euro, wie der Konzern am Freitag bekanntgab. Vor einem Jahr war es noch mehr als zehnmal so viel. Zum Ende des Jahres 2016/17 verdiente Sharp bereits das zweite Quartal in Folge wieder Geld. Von Januar bis März waren es 133 Millionen Euro, vier Mal so viel wie in den Monaten Oktober bis Dezember.

Einen Ausblick auf das laufende Jahr blieb Sharp schuldig, dieser soll am 26. Mai bekanntgegeben werden. Es sei aber nur logisch, dass die Firma auch im Gesamtjahr schwarze Zahlen schreibe, sagte Vizepräsident Katsuaki Nomura.

Der scharfe Wettbewerb in der Branche hatte Sharp schwer zugesetzt. Das Unternehmen musste vom Apple-Zulieferer Foxconn vor dem Aus bewahrt werden. Die neue Führung legte umgehend ein drastisches Sparprogramm auf. Sharp erwägt nun, in das Chipgeschäft des angeschlagenen Industriekonzerns Toshiba zu investieren. Es sei aber noch nichts entschieden, sagte Nomura.

Toshiba war wegen massiver Schwierigkeiten bei der inzwischen insolventen US-Tochter Westinghouse, die Atomkraftwerke baut, in Schieflage geraten. Mit dem Verkauf der profitablen Chip-Sparte sucht Toshiba den Befreiungsschlag.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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