Elektronikkonzern
Toshiba investiert Milliarden in Chip-Produktion

In den nächsten drei Jahren will der japanische Elektronikkonzern Toshiba seine Investitionen um 80 Prozent auf rund zwei Billionen Yen (etwa 14,4 Milliarden Euro) erhöhen. Damit soll vor allem die Produktion der besonders Gewinn bringenden Flash-Speicherchips vom Typ NAND gesteigert werden.

HB TOKIO. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, soll ein fünftes Produktionswerk zur Herstellung der NAND-Chips gebaut werden. Toshiba gilt als zweitgrößter Hersteller dieser Chips, mit dessen Hilfe der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr seinen Nettogewinn um 70 Prozent steigern konnte. Die NAND-Chips werden in tragbaren Geräten wie Digitalkameras, Handys oder auch iPods eingesetzt.

Bis Ende März 2009 will Toshiba seinen Umsatz jährlich um sieben Prozent steigern auf dann 7,8 Billionen Yen von 6,3 Billionen Yen im abgelaufenen Geschäftsjahr, wie das Unternehmen weiter mitteilte. In den nächsten drei Jahren solle zudem die operative Gewinnmarge auf fünf Prozent von derzeit 3,8 Prozent gesteigert werden. Analysten begrüßten die aggressive Investitionsstrategie der Japaner, äußerten jedoch die Sorge, der Konzern könnte in zu viele verschiedene Geschäftsfelder investieren. So hatte Toshiba im Februar die Kraftwerke der britischen Nuclear Fuels in den USA übernommen, um dadurch seine Abhängigkeit vom Geschäft mit den NAND-Speicherchips zu reduzieren.

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