Elektronikkonzerne
Philips verklagt Funai wegen Vertragsverstößen

Rückschlag für den Elektronikkonzern Philips: Das Unternehmen wird seine Unterhaltungselektronik doch nicht an den Funai-Konzern verkaufen – Grund sind Verstöße gegen die Verträge. Nun zieht Philips vor Gericht.
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AmsterdamPhilips verkauft seine Unterhaltungselektronik doch nicht an den japanischen Funai-Konzern. Es werde nach einem neuen Käufer für die Geschäftsbereiche Audio und Video gesucht, teilte das niederländische Unternehmen am Freitag mit. Funai habe gegen die Verträge verstoßen.

Für Philips ist dies ein herber Rückschlag beim laufenden Konzernumbau. Der Siemens-Rivale will aus dem Geschäft mit Verbraucherelektronik aussteigen und sich auf die lukrativeren Sparten mit Haushaltsgeräten wie Toastern oder Kaffeemaschinen sowie die Medizintechnik konzentrieren. Im vergangenen Jahr war bereits das defizitäre TV-Segment an den Hongkonger TPV-Konzern veräußert worden.

Der Philips-Aktie setzte die Nachricht zu. Sie fiel um 1,7 Prozent.

Der geplante Verkauf an Funai für 150 Millionen Euro war im Januar bekanntgegeben worden. Nun kündigte Philips aber an, die Japaner wegen des entstandenen Schadens zur Kasse zu bitten und dafür vor das Internationale Schiedsgericht zu ziehen. Das Audio- und Video-Geschäft von Philips hat seinen Sitz in Hongkong und wurde in Woox Innovations umbenannt. Das Unternehmen setzt jährlich 1,2 Milliarden Euro um und schreibt laut Philips schwarze Zahlen. Die Niederländer hatten stets geklagt, kaum mit den günstigeren Konkurrenten aus Südkorea, Samsung und LG Electronics, mithalten zu können.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das TV-Geschäft von Philips wurde nicht verkauft, sondern es wurde ein Gemeinschaftsunternehmen namens TP Vision mit der taiwanesischen TPV gegründet. - Das ist schon etwas anderes, denn die europäischen Entwicklungsstandorte sind erhalten geblieben.

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